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Blog-Archiv

Donnerstag, 12. Juli 2012

Besuch bei den Kelten auf dem Hausberg bei Butzbach

26.02.12
Bilder unter: http://s366640027.website-start.de/die-kelten-in-hessen/hausberg-bei-butzbach/

Auf meiner Wanderung entlang des Limes kam ich oft an Hinweisen zu keltischen Fundstätten vorbei, so auch vor Butzbach. Ich hatte mir vorgenommen diese Orte später zu erwandern, wenn die Zeit es erlaubt. Die Glauburg hatte ich mir schon angesehen, allerdings müsste ich noch das neue Museum besuchen, es war im Bau bei meinem letzten Besuch.
Außerdem passt es Jahr, durch den Blog vom Zeitspringer bin ich informiert worden , dass 2012 das Keltenjahr ist.
http://zeitspringer.blogspot.de/2012/01/keltenjahr-2012.html

Das Wetter schien eigentlich ganz gut für eine erste Wanderung im Jahr und so fuhr ich los nach Hoch-Weisel bei Butzbach. Die Gegend kenne ich durch meine Limeswanderung und so war es nicht schwer einen Ausgangpunkt für meine Wanderung zu finden.
Ich startete am oberen Ortsausgang und lief die Hausbergstraße hinauf zum Hausbergparkplatz. Am Wegesrand war an vielen Stellen kleine Futterplätze für Vögel angelegt, anderes Kleingetier hat sich dort bestimmt auch versorgt. Ich hatte einen schönen Blick in die Wetterau. Der Himmel war zum Teil von Wolken verhangen, doch immer wieder kam die Sonne durch. Am Hausbergparkplatz angekommen hatte ich die ersten Hinweistafeln über das keltische Leben auf dem Hausberg und hier habe ich auch die Markierung für den Keltenrundweg zum ersten Mal gesehen. Ein grünes Schild mit einer Abbildung des Fürsten vom Glauberg und dem Wort "Keltenstraße". Es ging nun hinauf auf breiten Forstweg durch den Wald. Auf der Höhe angelangt stehen wieder Informationstafeln zu den Ringwällen hier auf dem Brülerberg. Durch die Bäume sieht man auch schon den ersten Wall. Es führt nun ein Weg um die Bergkuppe, ebenfalls weitere Informationtafeln (siehe Bilder). An der Westseite fällt der Brülerberg steil ab. Deutlich zu erkennen sind die Ringwälle. Da noch keine Ausgrabungen vorgenommen wurde und Raubgräber am Werk waren kann nicht genau bestimmt werden wer hier am Werk war. Aber das Leben muss auf diesen Bergen hart gewesen sein, allein die Wasserversorgung, wie hat man es organisiert?

 Bei diesem doch recht kaltem Wetter dachte ich alleine auf dem Berg zu sein aber spätestens am Hausberg waren etliche Besucher zu sehen.
 Vom Brülerberg hinüber zum Hausberg ist es nicht weit, sogar 4 Reiter nutzten das Wetter, um hier hinauf zu reiten. Der neue Turm steht und  kann bestiegen werden. Die Aussicht ist großartig, weit hinein in die Wetterau. Bei klarem Wetter kann man bestimmt noch viel mehr sehen. Es pfiff ein derartig kalter Wind auf der Plattform, der mich schnell wieder nach unten vertrieb. Eine amerikanische Funkstation war lange Zeit auf dem Hausberg. Bei deren Einrichtung wurde auch einiges von den Ringwällen zerstört (siehe Informationstafel " Wer lebte auf dem Berg" bei den Bildern). Auf dem Weg nach unten zum Parkplatz bei Oes zählte ich den Durchgang von  4 Ringwällen. Auch hier noch einmal eine Informationstafel. Da es zu kalt war um eine Rast zu machen aß ich mein Vesperbrot im Gehen.
Unten am Parkplatz war mir nicht klar wie ich nun weiter auf dem Rundweg zu gehen habe. Ich entschied mich richtig (ich hatte 3 Wege zur Wahl). In einer scharfen Kurve wies eine Tafel auf einen alten Fuhrweg hin, ein tiefer Hohlweg. Solche Wege hatte ich schon öfters auf meiner Limeswanderung gesehen. Es ist erstaunlich wie steil diese alten Wege den Berg hinauf führen.
Auf den Waldwegen waren  zum Teil noch Eisplatten und ich musste vorsichtig hinüber gehen. Auch Wasserpfützen waren im Wald noch gefroren. Irgendwie hatte ich dann wieder die Markierung verloren denn der Weg stieg wieder an. Ich ging ein Stück zurück und nahm einen Weg nach unten und traf dann auch wieder auf den Rundweg. An der Stelle war eine Information über die alten Straßen, Handelsstraßen. In Butzbach kreuzte die Wellerstraße nach Thüringen die Weinstraße, die nach Norden führte.
Der Keltenrundweg tritt dann hier aus dem Wald und verläuft nun immer am Waldrand entlang zurück zu dem Hausbergparkplatz. Am Waldesrand sind einige Stellen vom Gebüsch freigemacht, es sind Stellen an denen früher Wachholderheiden waren. Sie sollen zum Teil wieder entstehen. Wachholderheiden habe ich im Altmühltal kennengelernt Allerdings viel größer.
Es lohnt sich die " Keltenstraße" abzulaufen. Im Sommer ist der Rundweg bestimmt noch attraktiver, die vielen Informationstafeln bereichern den Rundweg und man sieht die Bemühungen der Verantwortlichen alles in Ordnung zu halten.