Follower

Blog-Archiv

Dienstag, 13. Mai 2014

15.09.13
Besichtigung des Limeskastell Pohl

http://www.limeskastell-pohl.de/new/

Meine Tochter wollte mit mir wandern und ich schlug ihr vor, das Kastell in Pohl zu besichtigen und anschließend hinunter zu gehen ins Jammertal, Hasenbachtal und über Obertiefenbach zurück nach Pohl (ein Stück am Limes entlang). Diese Gegend ist uns sehr vertraut da wir in Obertiefenbach ein Wochenendhaus besaßen. Wir hatten damals öfter den Limes besucht oben im Wald, wir haben uns natürlich als Germanen gefühlt,  da wir außerhalb des Limes wohnten.
Der Beitrag kommt ein bisschen spät aber es ging leider nicht anders.
Ich hatte das Kastell noch nicht gesehen, denn als ich am Limes unterwegs war, stand das Kastell noch nicht. Ich las damals im Internet, dass die Idee vorhanden war, doch ich glaubte nicht daran, dass es jemals gebaut würde (muss ich zu meiner Schande gestehen). Im übrigen fand ich den Limesabschnitt von Holzhausen, Pohl bis nach Bad Ems sehr schön.


Als wir am Kastell in Pohl ankamen waren wir gleich beeindruckt und wir wurden auch sehr nett empfangen, es war noch früh und man bot uns an, an  der Führung teilzunehmen. Es war jedoch noch Zeit in der "Cantina" einen Kaffee zu trinken. Wir wollten eigentlich nur ein Blick in das Kastell werfen, um dann zu Wandern. Doch die Führung, ein Limes Cicerones, war sehr ansprechend und überzeugte uns durch sein Wissen doch zu bleiben. Zuerst sahen wir eine Schlafstube der römischen Soldaten, es war sehr eng in dem Raum, Bett an Bett und wenig Bewegungsraum im Gang. Am Eingang war eine Kochstelle, die Besatzung musste in dem Raum auch noch Essen zubereiten, sie mussten erst Korn zu Mehl malen um sich dann vielleicht ein Fladenbrot zu backen. Die Betten würden heutigen Soldaten nicht mehr reichen, sie waren viel kürzer als heutige Betten. Im Vorraum konnten die Waffen und die Rüstung abgenommen werden. Bei einem Alarm musste es ein ziemliches Durcheinander gewesen sein, bis jeder seine eigenen Waffen hatte. Als nächstes besichtigten wir einen größeren Raum der einiges zu bieten hatte. Ein Modell vom Kastell Nieder-Bieber, einige Fundstücke, verschiedene römische Helme in ihrer Entwicklung, das letzte Modell sah leichter aus als die Vorgänger. Unser Führer zeigte uns auch die Bogen, die er zum Teil selbst hergestellt hat. Das war schon zu römischen Zeiten eine unglaubliche präzise Herstellung mit verschiedenen Materialien. Außerdem hat mich beeindruckt wie unser Cicerone Feuer entzündet hat. Mit einem Feuerstein und ein Metallschlagring wurden Funken erzeugt die den Zunder zum glimmen brachten. Ich hatte mir immer wieder mal vorgenommen zu lernen,  wie man ein Feuer nach alter Methode entzündet, das habe ich aber bis heute noch nicht verwirklicht.
Inzwischen kamen noch weitere Gäste, die sich uns anschlossen. Das Kastell wirkt auf den ersten Blick nicht sehr groß, doch wenn man dann die Halle betritt wunderte ich mich doch über die Ausmaße. Es ist geplant, diese Halle auch für Veranstaltungen zu nutzen. Darüber wird auf der Homepage des Kastells informiert. Die Homepage informiert auch über die Planung des Kastells und einem Förderkreis.
Nach der Halle besichtigten wir auch den neuen Römerturm außerhalb des Kastells, Rollstuhlfahrer können den Eingang zum Turm über eine Brücke vom Kastell aus erreichen. Der Turm war ursprünglich nicht so nah am Kastell gebaut.
Mittlerweile war es schon Mittag geworden und wir entschieden uns in der Cantina zu essen. Wir wurden nett bedient und es hat uns auch gut geschmeckt, ich hatte ein Wildgulasch und meine Tochter liebt mehr ein Vegetarisches Mahl.
Mir hat der Besuch gut gefallen und kann eine Besichtigung nur empfehlen. Es ist wirklich eine tolle Leistung für so eine kleine Gemeinde und es sieht wirklich danach aus, das es eine Erfolgsgeschichte wird.
Wir wanderten dann noch hinunter ins Jammertal, konnten aber unser Vorhaben nicht mehr durchführen über Obertiefenbach zurück zum Kastell zu wandern. Auf dem Rückweg zum Kastell sammelten wir auf der Wiese des Modellflugplatzes noch eifrig Wiesenchampignon ein, ganz jung und frisch. Sie mundeten dann zu Hause ganz köstlich.


Bilder vom Kastell unter
http://s366640027.website-start.de/limes-a-roman-wall-in-germany/kastell-pohl/

Samstag, 20. Juli 2013

Chester, Roman Fort

Chester in England, eine alte,  historische Stadt
Chester liegt südlich von Liverpool am Fluss Dee. Chester liegt auch an der Grenze zu Nord Wales.
Chester ist bekannt für die schöne Altstadt und die Kathedrale. Chester ist hervorgegangen aus einem römischen Kastell  "Deva Victrix".
Der Fluss Dee spielte eine große Rolle für die Versorgung des Chester Kastells. Immerhin sollen 5000 Soldaten in dem Kastell untergebracht gewesen  sein, was für mich kaum vorstellbar ist. Auf einem der Bildern im  Grosvenor Museum sieht man eine Rekonstruktion des Kastells und wie dicht die Bebauung mit den Unterkünften war. Chester ist immer noch mit einer Stadtmauer umgeben, man kann die Altstadt in knapp einer Stunde umrunden und hat schöne Ausblicke auf die Kathedrale und die Umgebung, ebenso einen schönen Blick auf die mittelalterliche Burg von Chester. In Abständen bekommt man historische Informationen auf der Mauer. Die Stadtmauer ist westlich und nördlich wohl identisch im Verlauf, mit der ehemaligen Befestigung des römischen Kastells. Am Römergarten sieht man noch die südwestliche Ecke des Kastells in ihren Grundmauern .  Gleich daneben, aber außerhalb des Kastells, liegt das Amphitheater.
Das Kastell lag dort wo nun die Altstadt von Chester ist. Das Amphitheater ist nur halb zusehen da es überbaut wurde. In dem Theater sollen Christen umgekommen sein. Direkt neben dem Theater liegt der römisch Garten mit einem kleinen Teilnachbau eines römischen Bades. Das Bad in Chester muss ein sehr Großes gewesen sein, kein Wunder bei 5000 Soldaten und Anhang.


Ansicht aus dem Museum: Das Chester Kastell mit Blick nach Westen, gut zu erkennen ist das Amphitheater. Das Amphitheater fasste 8-10000  Zuschauer. Es ist das Größte in Groß Britannien. An der Stelle wo die Brücke zu sehen ist, ist heute ebenfalls eine sehr alte Brücke aus dem Mittelalter. Im Flussbogen liegt heute die Pferderennbahn von Chester.

Grosvenor Museum
http://www.cheshirewestmuseums.org/?page_id=58

Im Grosvenor Museum ist ein Raum mit der geschichtlichen Entwicklung von Chester zu sehen. Schautafeln an den Wänden ergänzen die Informationen des Videos. Ein 2. Raum ist den Römern gewidmet, Funde von Ausgrabungen in Chester, Handwerk und was mir immer wieder gefällt, Werkzeuge der Römer, es ist für mich immer wieder erstaunlich, wie ähnlich die Werkzeuge der Römer  zu den Heutigen sind. Mir imponiert auch wie die Dachziegeln der Römer geformt und gebrannt waren. Nicht viel anders wie wir sie kennen.






Im nächsten Raum  werden Grabinschriften gezeigt. Auf den Grabsteinen waren oft Herkunft und andere Informationen  des Verstorbenen eingemeißelt.

 
Es ist ein ganzer Raum den Grabsteinen gewidmet. 
Die Museen in England wirken oft etwas verstaubt, so auch das Grosvenor Museum. Die Naturkundeabteilung brachte mich zum Niesen obwohl die ausgestopften und verblichenen Tiere hinter Glas waren. Ein Raum mit Gemälden alter Englischer Maler war zu sehen. Ein Bild mit Pferden hat mir sehr gefallen. Es wurde von Georg Stubbs gemalt ein bekannter Pferdemaler.
 
Im hinteren Teil des Museums ist der Innenausbau eines alten Hauses aus der Viktorianischen Zeit. Schlafzimmer, Badezimmer, Vitrinen mit Bekleidung.
 
Die meisten Museen in England werden privat geführt und leben von Spenden, sagte man mir. Die römische Abteilung im Grosvenor Museum ist jedoch sehenswert.
Während meiner Besichtigung  römischer Bauwerke in der Stadt,  traf ich immer wieder auf römische Legionäre. Stadtführer in voller Ausrüstung als römische Soldaten. Sie führten meist Kindergruppen zu den Bauwerken und erteilten gute Ratschläge in römischer Kriegskunst. So erlebte ich wie der Legionär Kriegsschreie mit den Kindern übte, was den Kindern nach zögerndem Beginn aber dann mit voller Begeisterung sehr gefiel, ich hatte auch meinen Spaß daran, das zu hören.
Danach übten sie eine Kampfstellung, die Kinder mussten die Schilder in der ersten Reihe vor den Bauch halten und dann die nächsten Reihen hielten die Schilder über dem Kopf, es hatte eine Weile gedauert doch dann waren sie bereit für den Kampf.
 
 
Ein sehr lebendiger Geschichtsunterricht. Es gibt ein weiteres Museum mit dem Namen "Dewa Roman Experience" Soweit ich es erkennen konnte wurden die Kinder von den Legionären dieses Museums betreut. Hier im Römergarten steht auch eine Informationstafel über das alte römische Bad.
 
 
Der Römergarten
 
 
                                         Grundmauern des südöstlichen Kastellwachturms
 
                                                Links ist die heutige Stadtmauer zu sehen.
 
Man kann alle Sehenswürdigkeiten in Chester zu Fuß erkunden. die Hauptstraße ( Bridge Street) mit nördlichem Verlauf und die ost- west Straße (Eastgate Street) waren schon die Straßen im römischen Kastell 2000 Jahre zuvor.
 
                                                                   Das Amphitheater
 
 
 
 
 
Das Amphitheater von Osten gesehen
 
 
 
Weitere Bilder von Chester sind auf meiner Homepage zu sehen
 


Sonntag, 30. Juni 2013

Die Milseburg im Regen

29.06.13

http://www.wanderinstitut.de/premiumwege/hessen/extratour-milseburg/

Ein Versuch, den Premium Wanderweg um die Milseburg zu erwandern

Der Wetterbericht verhieß für den Samstag gemischtes Wetter, ich verabredete mich mit einem  Freund und am Samstag Morgen starteten wir bei strömenden Wetter von Frankfurt aus Richtung Rhön früh um 9 Uhr. Unterwegs erzählten wir uns von Wanderungen in der Vergangenheit wo auch der Regen plötzlich aufhörte. Aber wir hatten kein richtiges Glück an diesem Tag. Ich war der Navigator im Auto und lenkte meinen Fahrer ohne Probleme zu dem Parkplatz bei Schakau (Wanderparkplatz Mambachtal). Es regnete ein bisschen weniger und nachdem wir uns die Regensachen anzogen, wanderten wir los. Wir hatten keine Wanderkarte dabei und hofften das ein Premium Wanderweg gut markiert ist. Wir folgten also einem roten M. Der Rundweg ist mit 17,5 Km beschrieben. In der nahen Ferne sahen wir eine markante Bergkuppe, wussten aber nicht, dass das schon die Milseburg war. Der Regen war nicht zu stark und wir liefen munter durchs Mambachtal, am Wegesrand tauchten viele Orchideen auf. Ein Exemplar war ziemlich groß und ich wollte sie fotografieren. In meiner kleinen Kamera hatte ich die Speicherkarte vergessen, sie steckte noch in meinem Computer aber ich hatte ja noch meine größere dabei, doch hier hatte ich vergessen den Akku aus dem Ladegerät zu nehmen. Ich war frustriert, dass soll mir aber eine Lehre sein. Ich werde mir Ersatz in meine Fototasche in Zukunft legen. Vom Tal ging es quer durch den Wald nach oben, es war sehr rutschig und der Boden war tief. Ein paar Waldarbeiter machten Krach und der Waldboden war tief aufgewühlt, wir waren dadurch abgelenkt und gingen geradeaus weiter und sahen danach aber kein M mehr. Am Lothar .... Haus kehrten wir um und folgten einer blauen 2. Wir hatten den Wegweiser so gedeutet, das die 2  uns nun zur Milseburg führen würde. Die Waldarbeiter lärmten immer noch und wir bogen nun nach links ab der 2 folgend (war noch ein Fehler).
Wir liefen hinunter ins Tal und umrundeten den Berg Richtung Osten, was wir aber nicht bemerkten und standen dann auf der Landstraße unterhalb des L.... Hauses. Der Regen hatte zugenommen und es war kalt. Das GPS System auf dem Handy konnte uns auch nicht helfen. So beschlossen wir zum Auto zurück zu gehen und zwar mit einem Aufstieg hoch zum Hotel , da waren wir ja schon und von dort aus wussten wir den Weg zum Parkplatz. Der Aufstieg durch hohe Gras ließ Feuchtigkeit durch unsere Regensachen dringen und meine neuen (wasserdichten) Wanderstiefel wurden richtig nass.  Wir gingen dann den Weg zurück bis zu den Waldarbeitern, wir kannten uns ja nun schon. Und hier entdeckten wir dann auch den richtigen Weg zur Milseburg. Natürlich folgten wir ihm nun. Schließlich wollten wir auf der Milseburghütte vespern. Auf der nächsten Höhe ist ein ausgewiesenes Naturschutz Gebiet, ein Wachholder Heide mit vielen Orchideen und Silberdisteln und vielen anderen Blumen. Wir wanderten nun hinüber zum Milseberg Parkplatz. Der Regen wurde stärker und der Aufstieg zur Hütte war steil und hatte es in sich. Die mächtigen Felsbrocken des Ringwalles lassen ahnen wie stark die Befestigung zur Zeit der Kelten waren. Wir wollten nach dem Essen die Informationstafeln lesen und den geschichtlichen Rundgang gehen. Die Hütte war gut besucht und es dampfte von den vielen nassen Wanderern in der Hütte. Die Speisekarte ist zünftig, Leberknödel und Erbsensuppe, Wurstplatte, Frikadelle mit Kartoffelsalat. Ich genehmigte mir noch ein Stück Kirschquarkkuchen. Nach einem Kaffee brachen wir dann wieder auf. Draußen draschte (norddeutscher Ausdruck für starken Regen) es wie aus Kübeln und das Wasser rauschte nur so den Berg hinunter. Wir beschlossen die Wanderung zu beenden und zum Auto zurück zulaufen, ca. 4 Km.
Als wir am Auto ankamen öffnete sich die Wolkendecke und bei strahlenden Sonnenschein fuhren wir zurück nach Frankfurt. Wir genossen noch ein paar Fernsichten und waren uns einig, diesen Wanderweg noch einmal zu gehen bei besserem Wetter.

Dienstag, 23. Oktober 2012

Ausflug zum Dünsberg bei Giessen                   21.10.12

Bilder unter :  http://s366640027.website-start.de/die-kelten-in-hessen/dünsberg/

Das schöne Oktoberwetter zog mich hinaus und ich machte mich auf zum Dünsberg bei Giessen.
Die Straßenführungen um Giessen und Wetzlar fand ich schon immer kompliziert. Ich hatte mir eine Route vorgenommen und wollte am Wetzlarer Kreuz Ost abfahren und dann Richtung Hohensolms.
Da an dieser Stelle kein Schild mit Wetzlar Ost auftauchte fuhr ich natürlich vorbei, merkte aber schnell, dass ich hätte abbiegen müssen Richtung Hohenahr. Ich wendete an der nächsten Abfahrt und fuhr zurück. Aber nun war keine Abfahrt mit dem Hinweis nach Hohenahr, nur die Abfahrt nach Wetzlar, also musste ich weiter fahren bis zur Abfahrt zur B49. Dort wendete ich und fuhr abermals Richtung Wetzar Ost und verließ hier die Autobahn. Die Straße nach Hohenahr war nach der Einbiegung auf diese Landstraße gesperrt. Ein Blick auf die Karte verhieß nichts Gutes, ich hatte einen schönen Umweg zu machen, Umleitungsschilder hatte ich nicht gesehen. Ich fuhr also Richtung Wetzlar, verpasste aber die kleine Abfahrt nach Waldgirmes und landete in Wetzlar auf dem Zubringer zur B49, die kannte ich ja schon. Ich fuhr nun die B49 Richtung Giessen und dann auf den Giessener Ring, alles richtig bis hier hin. Ich konnte sogar nun den Dünsberg sehen und dachte so bei mir nun kann nichts mehr schiefgehen. Ich ließ mich in letzter Sekunde doch noch irritieren durch ein Richtungsschild, welches anzeigte rechts ab nach Biebertal, als es zu spät war wusste ich, ich hätte nur noch ein Stück geradeaus fahren müssen, um dann rechts abzubiegen. Also musste ich bis zur nächsten Abfahrt fahren und wieder zurück. Nun kenne ich auch den Giessener Ring und ich landete dann endlich am Dünsberg. Und ich hatte mir fest vorgenommen mich nicht über mich zu ärgern. Und trotzdem will ich kein Navi!!!!
Wenn man den Dünsberg anfährt hat man auch gleich einen herrlichen Blick auf die beiden Burgen Gleiberg und Vetzberg.
Ich war schon einmal auf dem Dünsberg. Es  muss 1968 gewesen sein und ich hatte damals einen Freund besucht, der auf der Jugendburg in Hohensolms arbeitete. Wir unternahmen eine Wanderung zum Dünsberg, ich hatte damals keine Ahnung, dass dieser Berg solch eine lange Geschichte hat.

Ich parkte am Parkplatz am Keltentor. Der Nachbau ist eindrucksvoll, Informationstafeln klären auf über die Ringwälle am Dünsberg. Ich hatte von einem Keltenrundwanderweg gelesen und fand auch gleich die Markierung. Dieser Pfad führte direkt steil hoch zum Plateau. Das hat mich doch gewundert und es war auch nur eine Informationstafel zu sehen. Ich konnte die Ringwälle erkennen, es waren 3 Wälle und sie sind gut zu sehen. Auf dem Plateau war die Gasstätte geschlossen, Betriebsferien, ich wollte hier zu Mittag essen, es war wohl nicht mein Tag. Der Dünsberg scheint ein beliebter Treff für Mountainbiker zu sein. Der Moderne Funkturm passt natürlich nicht zu diesem Berg und so verließ ich das Plateau. Ich wollte hinunter zum Schulborn, um dann den Berg auf halber Höhe zu umrunden. Am obersten Ringwall steht eine sitzende Holzfigur, sie stütz den Kopf mit ihren Händen. Meine Gedanken dazu waren, dass der Kelte dort sitzt und darüber sinnt, dass alles anders gekommen war als erwartet und geplant.
Ich ging hinunter bis zum mittleren Ringwall und folgte im. Hier an dieser Stelle verläuft der Wall an einem Steilen Abhang, wenn man sich dann noch die intakte Mauer vorstellt, war das damals ein nicht zu überwindenes Hindernis und es muss gewaltig ausgesehen haben. Vor dem Schulborn sieht man noch einen Wall der abwärts verläuft, vielleicht war das ein Schutz für die Quelle, ähnlich wie am Altkönig. Am Schulborn wurden 2 mal Ausgrabungen durchgeführt. Nun ist der Schulborn rechteckig eingefasst und laut Beschreibung auf der Internetseite des Dünsberg - Vereins sieht es nun so aus wie in keltischer Zeit. Bilder darüber sind auf der folgenden Internetseite zu sehen. Es ist eine sehr informative Seite mit vielen Bildern und Erklärungen.

http://www.duensberg-verein.de/index1.html

Ich umrundete nun den Dünsberg, einmal um das schöne Wetter und die tolle Herbstfärbung zu geniessen und zum Anderen hoffte ich auf schöne Aussichten.  Ich hatte einen  guten immer auf gleicher Höhe bleibenden Weg erwischt, nur leider doch  keinerlei Ausblicke auf die schöne Landschaft. Ein paar Holzfiguren säumten den Weg, sie waren aufgestellt worden für einen Kunstrundweg. Als ich zum Keltentor zurück kam, war das Informationshaus, im Keltenstil, geöffnet. Informationen über die Ringwälle, das Leben der Kelten und die Tierwelt am Dünsberg. Informationsmaterial über den Keltenkeller, ein Museum in Biebertal und das römische Forum bei Waldgirmes waren auch vorhanden. Ich werde noch einmal wiederkommen zum Dünsberg, zum Museumsbesuch und auch das Römerforum werde ich noch besuchen.
 Ich fuhr nun noch zur Burg Gleiberg um mir die Landschaft mit der Burg Vetzberg und dem Dünsberg anzuschauen. Das Gleiberger Land ist wirklich einen Besuch wert.

http://www.archaeologie-im-gleiberger-land.de/

http://www.roemerforum-lahnau.de/deutschstart.htm

Samstag, 13. Oktober 2012

Wanderung auf den Altkönig


1. Wanderung am 06.05.12
2. Wanderung am 13.05.12

Die Bilder sind zu sehen unter:
  http://s366640027.website-start.de/die-kelten-in-hessen/altkönig-taunus/


Vor ein paar Jahren war ich im Taunus auf der Suche nach der weißen Mauer, diesen Hinweis fand ich auf der Wanderkarte vom Taunus. Da ich nach einer Mauer oder Felsen suchte fand ich natürlich nicht diese " Mauer". Bei meiner Suche traf ich auf Ringwälle und dachte zuerst, dass ich nun die Weiße Mauer gefunden hätte. Auf meinem Rückweg zur Hohemark stieß ich auf die vielen Steinhaufen am Hang und ein Abgleich mit der Karte brachte mir nun die Erkenntnis, dass dies die weiße Mauer ist, da dachte ich noch, die Mauer sei umgefallen und brachte es gedanklich auch mit den Kelten zusammen. Die Ringwälle die ich gesehen hatte gehörten zum Altkönig. Ich hatte ihn nur noch nicht hier erwartet,  ich hatte den Altkönig schon einmal mit meinen Kindern erwandert aber nur den westlichen Teil gesehen.  Da ich nun die Lage des Altkönigs kannte machte ich mich abermals auf, von der Hohemark aus,  hinauf zu wandern. Ich wollte an der Klinik einen Weg hinauf nehmen und ließ mich  aber durch den Hinweis zum Fuchstanz irritieren. Der Fuchstanz ist eine Kreuzung nordwestlich vom Altkönig und ein beliebtes Ausflugsziel mit Biergarten.
An der Ravensteinschutzhütte sah ich erneut das Hinweisschild zum Fuchtanz aber, dass es noch 11 Km sein sollen machte mich stutzig. Ein Blick auf die Karte zeigte mir, dass ich falsch lief und an dieser Stelle rechts abbiegen muss, hinauf zur Emminghaushütte. Es hatte auf der Fahrt in den Taunus geregnet und ich wollte meinen neuen Leichtponcho ausprobieren, den Poncho habe ich mir für meine diesjährige Wanderung im September gekauft (West Highland Way in Schottland). Aber als ich aus dem Auto ausstieg hörte es auf zu regnen.
Überall liefen kleine Rinnsäle an den Wegen hinunter und es wurde immer ein bisschen nebliger.
Auf halben Weg zur Emighaushütte steht eine große Buche mit einem riesigen Blätterdach aus frischem Frühlingsgrün, ich hatte das Gefühl in einen Dom aus Blättern einzutreten die sich über mir wölbten. Auf dem Foto ist es nur zu erahnen wie schön es aussah. Es ging nun steil hinauf und direkt in die Wolken. Bevor ich die  Ringmauern erreichte riss noch einmal der Himmel auf und ich hatte für einen kurzen Augenblick den Feldberg vor Augen umgeben von tiefhängenden Wolkenfetzen. Doch dann zog sich die Wolkendecke wieder zusammen. An den Ringwällen war nicht mehr viel zu sehen. Ich lief noch ein Stück an dem unteren Ringwall entlang und entschied wieder abzusteigen, um bei besserem Wetter noch einmal auf den Altkönig zu wandern.
 Weiter unten Richtung Hohemark liegen auf einem Plateau die Altenhöfe, der westliche Teil des  Heidetränk-Oppidums. Das Plateau fällt steil ab hinunter zum Urselbach.
Es sind keinerlei Hinweise beschildert wo die Ringwälle liegen aber ich bin  doch auf die Ringwälle gestoßen. Ich bin dann den inneren Ring abgelaufen.  Direkt unterhalb des Ringwalles liegt im Hang ein Felsenmeer, ähnlich der Weißen Mauer nur die Steine sind große Felsbrocken. Ob diese Felsen mit den Ringwällen zusammen hängen habe ich noch nicht heraus gefunden. Ich bin dann auf einer waghalsigen Mountainbike Spur nach unten zum Urselbach abgestiegen. Hier würde ich mir den Hals brechen mit einem Mountainbike.
Eine Woche später startete ich einen neuen Versuch. In Frankfurt war schönes Wetter und als ich am Parkplatz an der großen Kurve ankam sah es sehr nach Regen aus. Ich wollte von hier zum großen Feldberg laufen und dann zum Altkönig  über den Fuchstanz, um  ihn auf den Ringwällen zu  umrunden.
Außer mir war nur noch ein älteres Ehepaar am Parkplatz, sie hatten schon den Regenschirm aufgespannt. Ich hatte keine richtige Vorstellung,  wie ich von hier zum Feldberg zu laufen hatte.
Ich wollte hoch zum Feldberg da ich diese Wanderung gleich als Training für meine Schottlandwanderung zu nutzen. In Schottland erwarten mich auch Berge von der Höhe des Feldberges. Ich ging zuerst den breiten Waldweg Richtung Fuchstanz und es fing leicht zu regnen an.
Nach ein paar hundert Metern bog ein schmaler Pfad ab,  steil hinauf  durch den Wald. Dort oben musste wohl auch der Feldberg sein. Der Regen wurde stärker, was mir recht war denn ich wollte nun endlich meinen leichten Poncho ausprobieren. Während ich ihn anzog lief das Ehepaar an mir vorbei, was mich doch wunderte, warum sie diesen steilen Weg gingen. Der Poncho passt auch über den Rucksack und so bleibt alles trocken. Nach einer Weile überholte ich das ältere Ehepaar und sie erzählten mir, dass sie immer hier hochsteigen damit sie in Bewegung und Kondition bleiben.
Sie erklärten mir dann auch noch den Weg zum Feldberg, ich musste mich weiter nach rechts halten. Ich wäre bestimmt ohne die Auskunft im Gebüsch gelandet. Auf dem Feldberg war es kalt und alles eingehüllt im Nebel, auch waren nur wenige Motorradfahrer da. Ich aß ein ordentliches Brötchen mit Leberkäse am Turmkiosk. Es ging gestärkt weiter, hinunter zum Fuchstanz und die Sonne kam heraus. Es wurde richtig schön und so kraxelte ich am westlichen Anex, die Mauer die eine Quelle weiter unten sicherte, hinauf. Als der Anex an den ersten Ringwall stieß quälten sich Mountainbiker steil abwärts über die Wallgeröllhalde. Ich lief nun an der ersten, unteren Mauer entlang. Wenn man die vielen Steine sieht, kann man sich vorstellen wie mächtig der Wall gewesen sein muss.
 An der nördlichen Seite fehlt der Baumbewuchs am Altkönig und die Aussicht nach Westen und zum Feldberg ist herrlich. Eine Wanderung hier hoch lohnt sich schon wegen der schönen Aussicht.
An der nördlichen Seite führt ein schmaler Pfad durch den unteren und auch oberen Ringwall und man gelangt in den Innenbereich der Anlage, Früher stand hier eine Funkstation der Amerikaner doch nun sind ein paar Tische aufgestellt und es herrscht eine friedliche Atmosphäre. Der Innenbereich ist bewachsen mit Baumbestand, es sind aber auch Freiflächen vorhanden. Es war richtig sonnig geworden und ich suchte mir ein abgelegenes Fleckchen direkt an der inneren Mauer für ein Nickerchen in historischer Umgebung. Dadurch, dass der Altkönig nur zu Fuß zu erreichen ist trifft man hier nur Wanderer oder Mountainbiker und es herrscht nicht so ein Trubel wie auf dem Feldberg. Ich lief dann weiter auf der inneren Ringmauer Richtung Osten bis zu einem Sichtbaren Durchlass, hier muss das Tor gewesen sein. Durch das Tor führt auch der Wanderweg zum Fuchstanz. Ein Stück unterhalb hat man einen weiten Blick nach Frankfurt mit den Hochhäusern und auch entlang des Taunushauptkammes nach Osten bis zum Winterberg. Schwach zu erkennen ist der Bleibeskopf, unterhalb vom Herzberg. Hatten die Kelten Signalverbindung vom Altkönig, Altenhöfe, Goldgrube und Bleibeskopf?
Über die Weiße Mauer und Altenhöfe wanderte ich dann zurück zur Hohemark, wobei ich nun die schmalen Pfade in dieser Gegend kenne und so die Hauptwanderwege meiden kann. Auf den Hauptwanderwegen muss man sehr aufpassen wegen der rasenden Mountainbiker.

Ich kann nur empfehlen eine Wanderung zum Altkönig zu unternehmen, es lohnt sich Landschaftlich und Historisch.







Montag, 13. August 2012

Keltenrundweg Heidetränk-Oppidum bei Oberursel Taunus

29.04. 12

Bilder sind  zu sehen unter:
 http://s366640027.website-start.de/die-kelten-in-hessen/heidetränke-oppidum-taunus/

Das hier rechts von der Straße hinauf zum Feldberg, nahe der Straßenbahn, Endstation Hohemark, eine Keltensiedlung ist, habe ich erst jetzt richtig wahrgenommen. Wie oft bin ich hier schon vorbeigefahren, nun wurde es Zeit einmal nachzuschauen. Der Parkplatz am Taunus Informationscenter war schon belegt. Von hier starten viele Wanderer und Moutainbiker hinauf in den Taunus. Man findet am Wochenende auch einen Parkplatz neben der Straßenbahn.
Neben dem Touristencenter steht schon die erste Informationstafel über die Kelten. Im Touristencenter ist eine Rundwegkarte kostenfrei zu erhalten, sie ist sehr informativ.
Neben einigen Schautafeln stehen Baumstämme in der Erde und in Augenhöhe kann man durch ein Objektive sehen und sieht zum  Beispiel ein Keltengrab. Neben den Schautafeln sind auch praktische Dinge aufgebaut, zum Beispiel das Fundament einer Ringmauer. Den Rundweg erreicht man über die kleine Brücke, die über die Straße zum Feldberg führt. Der  Rundwanderweg ist gut markiert und hat einige Steigungen zu bieten aber nachdem ich gesehen habe wie ein älteres Ehepaar diese Steigungen genommen hat, müsste es fast jeder schaffen, die Schautafeln geben einem immer wieder die Pausen zum Verschnaufen. Weiter oben tauchen dann die ersten Wälle auf, es ist aber doch schwer die Wallreste richtig zu zuordnen. Das Zangentor habe ich erst bei meinem 2. Besuch erkannt. Bevor man zum Verbrennungsplatz kommt, liegt rechter Hand im Wald der Goldgrubenfelsen, ein wildromantischer Ort. Nach dem Verbrennungsplatz, man nimmt an , dass an dieser Stelle die Verstorbenen verbrannt wurden an Hand der Funde, kommt ein Durchgang durch die Ringwälle. Hier oben sind die Wälle deutlich zu erkennen. Der Weg verläuft nun auf der Höhe und Ringwälle sind deutlich zu erkennen. Es ist aber schwer sich vorzustellen wie diese Wälle  ein Areal umschlossen hatten. An der nördlichen Seite geht es wieder hinunter, immer begleitet von Informationstafeln, die sehr interessant sind. Im unteren Teil müssen viele Häuser der Kelten gestanden haben, ein Musterhaus ist auch zu sehen. Trotzdem lagen die Häuser beachtlich hoch über dem Urselbach. Das muss eine harte Arbeit gewesen sein, das Wasser hier hinaufzuschaffen für so viele Menschen. Fundstücke von hier sind zu sehen im Museum in Oberursel.
 Ich wollte noch auf die Altenhöfe, wobei ich nicht weiß, ist damit der Berg gemeint oder die Anlage der Kelten. Ich hatte es mir einfach vorgestellt, die Straße zu überqueren über den Bach und dann hinauf auf den Berg. Aber erst einmal musste ich über die Leitplanke steigen, dann einen Steilen Abhang hinunter rutschen und alles nur weil ich nicht zurück zur Hohenmark laufen wollte, um dann auf der anderen Seite sich diesem Berg zu nähern. Ja und der Bach war breiter als ich dachte und nasse Füße wollte ich auch nicht haben. Der Urselbach ist hier ein romantischer Bach inmitten von Erlen und anderem Gesträuch. Ein Stück den Bach entlang und ich fand eine Stelle mit Hölzern die quer im Bach lagen. Ich wagte den Übergang, sehr wackelig aber es gelang.
 Der Weg auf der westlichen Seite des Urselbaches ist auch ein Teil eines Mühlenwanderweges hinunter durch Oberursel zur Nidda.
 Ich ging an einem Mühlenkanal entlang dem Steilhang zu. Ein Pfad mit einem roten Punkt führte hinauf in den Wald, dieser rote Punkt Wanderweg ist auf meiner Wanderkarte östlich der Straße im Wald, nur nicht hier. Aber der Pfad führt nach oben. Ein Steinbruch kam in Sicht  und ich umging ihn auf einer Mountainbiker Spur. Ziemlich steil hinauf und meine Betriebstemperatur fuhr hinauf zum Anschlag. Am nächsten Querweg sah ich weiter oben lauter Felsbrocken im Hang liegen und ich dachte es könnten Teile einer eingestürzten Mauer sein. Also verließ ich wieder den Weg und kletterte durch das Felsenmeer in Gedanken bei den Kelten angekommen zu sein. Es ging steiler hinauf als es aussah und als ich am tiefsten schnaufte erreichte mich ein Handyruf. Ich gab einen kurzen Schnaufer in das Telefon und meine Bekannte fragte mich "ob es mir nicht gut ginge", "doch es geht mir bestens, muss nur aufpassen, dass ich mir nicht ein Bein breche zwischen den Felsen".
Es war wirklich ein Anruf zur unpassenden Zeit. Es gelang mir doch tatsächlich hinauf zu kommen auf den obersten Querweg.  Hier hatte ich eine schöne Aussicht auf den Berg Goldgrube auf der anderen Seite wo ich den Keltenrundweg gegangen war. Ich war sicher an der westlichen Seite der Altenhöfe zu stehen. Das Felsenmeer sah mir zu gewaltig aus, als könnte es eine eingestürzte Mauer sein. Das werde ich versuchen im Museum zu erfahren.  Ich beschloss für diesen Tag meine Wanderung zu beenden, der Berg hatte mich geschafft aber ich weiß jetzt wo ich nächstes mal ansetzen muss.
Meine nächste Wanderung war am 06 05.12, ich hatte mir vorgenommen auf den  Altkönig zu wandern und auf dem Rückweg durch die Keltenanlage auf den Altenhöfen zu gehen.
Die Beschreibung der Wanderung zum Altkönig folgt mit dem nächsten Blog. Hier berichte ich nun nur von den Ringwällen, die den westlichen Teil des Heidetränk-Oppidum bilden.
Die Altenhöfe liegen auf einem vorgeschobenen Plateau, die östliche Seite fällt steil hinunter zum Urselbach. Auf dem Rückweg vom Altkönig habe ich es geschafft direkt auf dieses Plateau zu kommen und bin dann auch direkt  auf den inneren Ring gestoßen. Hier wurde durch Steinhaufen der Verlauf des Walles gekennzeichnet. Wer das gemacht hat ist mir nicht bekannt. Dieser Teil der Anlage liegt völlig ohne Information auf dem Plateau. Ich konnte hier aber die inneren Wälle wie sie auf der Skizze zu sehen sind erkennen, der Steilhang liegt im inneren der großen Umfassungsmauer.


Die Skizze stammt aus Hessen Archäologie;
http://www.google.de/imgres?imgurl=http://www.hessen-archaeologie.de/Kelten-Aktuell/Sehenswertes/----Oberursel/K031.jpg&imgrefurl=http://www.hessen-archaeologie.de/Kelten-Aktuell/Sehenswertes/----Oberursel/----oberursel.html&h=410&w=600&sz=85&tbnid=J_MnLJtTDFyW0M:&tbnh=90&tbnw=132&zoom=1&usg=__ZjOiu4PtH4XCR5FITwRXZ-wO-yw=&docid=C8dn5fJE--hkjM&hl=de&sa=X&ei=o0spUK2yDcvOswbRn4GICQ&ved=0CFcQ9QEwAw&dur=208

Um zu  diesem Teil zu kommen gibt es keine Markierung und man sieht auf der Skizze wie verworren die Waldwege hier sind.
Nachdem ich die Wälle in der Kernanlage abgelaufen bin brachte mich der Mountainbike Pfad wieder hinunter zum Urselbach, ich würde da nicht mit dem Rad hinunter fahren. Es wurden auch noch einige Genickbruch- Schanzen eingebaut. Eigentlich müssten sich hier die Verletzten türmen. Sieht aber wohl doch danach aus, dass sie es schaffen.

Donnerstag, 12. Juli 2012

Besuch bei den Kelten auf dem Hausberg bei Butzbach

26.02.12
Bilder unter: http://s366640027.website-start.de/die-kelten-in-hessen/hausberg-bei-butzbach/

Auf meiner Wanderung entlang des Limes kam ich oft an Hinweisen zu keltischen Fundstätten vorbei, so auch vor Butzbach. Ich hatte mir vorgenommen diese Orte später zu erwandern, wenn die Zeit es erlaubt. Die Glauburg hatte ich mir schon angesehen, allerdings müsste ich noch das neue Museum besuchen, es war im Bau bei meinem letzten Besuch.
Außerdem passt es Jahr, durch den Blog vom Zeitspringer bin ich informiert worden , dass 2012 das Keltenjahr ist.
http://zeitspringer.blogspot.de/2012/01/keltenjahr-2012.html

Das Wetter schien eigentlich ganz gut für eine erste Wanderung im Jahr und so fuhr ich los nach Hoch-Weisel bei Butzbach. Die Gegend kenne ich durch meine Limeswanderung und so war es nicht schwer einen Ausgangpunkt für meine Wanderung zu finden.
Ich startete am oberen Ortsausgang und lief die Hausbergstraße hinauf zum Hausbergparkplatz. Am Wegesrand war an vielen Stellen kleine Futterplätze für Vögel angelegt, anderes Kleingetier hat sich dort bestimmt auch versorgt. Ich hatte einen schönen Blick in die Wetterau. Der Himmel war zum Teil von Wolken verhangen, doch immer wieder kam die Sonne durch. Am Hausbergparkplatz angekommen hatte ich die ersten Hinweistafeln über das keltische Leben auf dem Hausberg und hier habe ich auch die Markierung für den Keltenrundweg zum ersten Mal gesehen. Ein grünes Schild mit einer Abbildung des Fürsten vom Glauberg und dem Wort "Keltenstraße". Es ging nun hinauf auf breiten Forstweg durch den Wald. Auf der Höhe angelangt stehen wieder Informationstafeln zu den Ringwällen hier auf dem Brülerberg. Durch die Bäume sieht man auch schon den ersten Wall. Es führt nun ein Weg um die Bergkuppe, ebenfalls weitere Informationtafeln (siehe Bilder). An der Westseite fällt der Brülerberg steil ab. Deutlich zu erkennen sind die Ringwälle. Da noch keine Ausgrabungen vorgenommen wurde und Raubgräber am Werk waren kann nicht genau bestimmt werden wer hier am Werk war. Aber das Leben muss auf diesen Bergen hart gewesen sein, allein die Wasserversorgung, wie hat man es organisiert?

 Bei diesem doch recht kaltem Wetter dachte ich alleine auf dem Berg zu sein aber spätestens am Hausberg waren etliche Besucher zu sehen.
 Vom Brülerberg hinüber zum Hausberg ist es nicht weit, sogar 4 Reiter nutzten das Wetter, um hier hinauf zu reiten. Der neue Turm steht und  kann bestiegen werden. Die Aussicht ist großartig, weit hinein in die Wetterau. Bei klarem Wetter kann man bestimmt noch viel mehr sehen. Es pfiff ein derartig kalter Wind auf der Plattform, der mich schnell wieder nach unten vertrieb. Eine amerikanische Funkstation war lange Zeit auf dem Hausberg. Bei deren Einrichtung wurde auch einiges von den Ringwällen zerstört (siehe Informationstafel " Wer lebte auf dem Berg" bei den Bildern). Auf dem Weg nach unten zum Parkplatz bei Oes zählte ich den Durchgang von  4 Ringwällen. Auch hier noch einmal eine Informationstafel. Da es zu kalt war um eine Rast zu machen aß ich mein Vesperbrot im Gehen.
Unten am Parkplatz war mir nicht klar wie ich nun weiter auf dem Rundweg zu gehen habe. Ich entschied mich richtig (ich hatte 3 Wege zur Wahl). In einer scharfen Kurve wies eine Tafel auf einen alten Fuhrweg hin, ein tiefer Hohlweg. Solche Wege hatte ich schon öfters auf meiner Limeswanderung gesehen. Es ist erstaunlich wie steil diese alten Wege den Berg hinauf führen.
Auf den Waldwegen waren  zum Teil noch Eisplatten und ich musste vorsichtig hinüber gehen. Auch Wasserpfützen waren im Wald noch gefroren. Irgendwie hatte ich dann wieder die Markierung verloren denn der Weg stieg wieder an. Ich ging ein Stück zurück und nahm einen Weg nach unten und traf dann auch wieder auf den Rundweg. An der Stelle war eine Information über die alten Straßen, Handelsstraßen. In Butzbach kreuzte die Wellerstraße nach Thüringen die Weinstraße, die nach Norden führte.
Der Keltenrundweg tritt dann hier aus dem Wald und verläuft nun immer am Waldrand entlang zurück zu dem Hausbergparkplatz. Am Waldesrand sind einige Stellen vom Gebüsch freigemacht, es sind Stellen an denen früher Wachholderheiden waren. Sie sollen zum Teil wieder entstehen. Wachholderheiden habe ich im Altmühltal kennengelernt Allerdings viel größer.
Es lohnt sich die " Keltenstraße" abzulaufen. Im Sommer ist der Rundweg bestimmt noch attraktiver, die vielen Informationstafeln bereichern den Rundweg und man sieht die Bemühungen der Verantwortlichen alles in Ordnung zu halten.