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Donnerstag, 17. September 2009

Limeswanderung, Zwischenbilanz


Die Limeswanderungen bis hier zum Schwäbisch- Fränkischen Wald haben mir meistens gefallen und waren sehr interessant. Es gibt nur einfach zu viel zu sehen links und rechts des Limes. Wenn man das alles mit anschauen will, würde eine solche Wanderung Jahre dauern. Da es meistens sehr schlecht zu organisieren ist, mit öffentliche Verkehrsmitteln an die Anschlusswanderungen zu kommen fahre ich mit dem Auto zu meinen Etappenwanderungen.
Weil ich meistens alleine unterwegs bin muss ich auch wieder zu meinem Auto zurück gehen. Ich versuche den Rückweg ebenfalls zu gestalten indem ich Natur- oder Kulturdenkmäler entlang des Limes mit zu erleben. DieTagesettappen liegen dann höchstens zwischen 10 und 13 Kilometern in eine Richtung, so kommt man natürlich nicht so schnell vom Fleck. Aber ich habe manch schöne Dinge auf den Rückwegen entdeckt, die ich sonst nie zu sehen bekommen hätte. Es ist aber nicht immer einfach da in der offizielle Limeswanderkarte keine anderen Wanderwege eingezeichnet sind. So brauche ich dann eine ganze Reihe Wanderkarten. Man ist doch verhältnismäßig schnell durch ein Kartengebiet gelaufen. Der Limeswall ist in vielen Ortschaften als Kulturdenkmal angekommen aber auch in manchen Gemeinden nicht. Es gibt völlig verwilderte und verwahrloste Abschnitte, an einem Abschnitt wurde der Limeswall sogar frisch mit Kastanien bepflanzt, was die Wurzeln da anrichten kann man sich gut vorstellen.
Ich bin dabei eine Liste anzulegen von Ausflugs- oder Wanderzielen entlang des Limes die wie ich meine es verdient zu haben besucht zu werden.

Die 550 Km Länge des Limes ist wohl gemessen ohne die Strecke von Großkrotzenburg bis Miltenberg. Vielleicht sind die Umwege die der Limeswanderweg oft machen muß der Grund, daß ich meine, ich müsste mit meinen gewanderten Kilometern weiter sein.
Im nachhinein stelle ich fest, daß ich nicht immer alles von den Römern auf meinem Weg gesehen habe. Oft sind solche Stellen nicht ausgeschildert oder ich war auch nicht genügend vorbereitet. Manchmal bin ich auch schon zu müde nach einer langen Wanderung noch zu einem Römerbad zusätzlich zu laufen (kam aber nicht so oft vor)
Jedenfalls freue ich mich auf den nächsten Abschnitt von Meinhard bis zur Donau.

Montag, 14. September 2009

36. Limes-Etappe, von Baierbach zum Römerturm vor Gailsbach

05.09.09

Um Baierbach herum sind viele Obstplantagen und an den Hängen des Schwäbisch - Fränkischen Waldes wächst Wein, es sind viele Weinberge zu sehen. Im nächsten Ort wurden schon Birnen gepflückt. Der Wanderweg verläuft hier auf einer Nebenstraße und die Berge kommen immer näher. In Harsberg liegt am Ortseingang eine Gaststätte mit schönem Biergarten, hier werde ich auf meinem Rückweg einkehren. Ein Haus weiter wurde liebevoll ein kleines Fachwerkhaus restauriert. Es ist das kleinste Gefängnis weit und breit. Es besteht aus einem Zimmer im 1. Stock. Im Parterre wurde Schnaps gebrannt, das ganze Haus besteht nur aus diesen 2 Räumen. Das muss qualvoll gewesen sein, wenn unten Schnaps gebrannt wird und oben darf man ihn nicht trinken. Es war doch hoffentlich so?
Nach Harsberg ging es nun steil nach oben, erst durch Obstplantagen auf einen Höhenzug mit schöner Aussicht auf die Weinberge im Steinbachtal und auch nach Norden bis zum Wald vor Pfahlbach. Im Wald war es matschig und der Pfad stieg steil nach oben bis zum 2. Querweg an.
Auf dem Forstweg musste ich ein Stück nach Osten laufen. In einer Kurve mit Ausblick ins Tal bog der Limeswanderweg ab. Über einen Baumstamm, der als Treppe bearbeitet wurde, stieg der Pfad nun wieder steil an bis zum Plateau. Nach einer kurzen Strecke sah ich dann die Grundmauern des Sechseckturmes. Er soll eine strategische Bedeutung bei der Vermessung des geraden Limes gehabt haben. Der Limes macht an dieser Stelle einen Knick, um nach ca. 2 Km wieder den schnurgeraden Verlauf nach Süden aufzunehmen. Die aufgestellten Informationstafeln sind sehr interessant und müssen natürlich gelesen werden.
Vom Sechseckturm lief ich weiter auf dem Limeswanderweg . Vor Untergleichen verließ ich den Wald, am Waldesrand waren Bienenkästen aufgestellt und vor mir lag ein Wildgehege mit Damwild. Am Wegesrand stand ein Auto mit Wildschweinbild, aber in diesem Fall knackte der Jäger im Unterholz und nicht das Wildschwein. Auf dem Forstweg, vor dem Gleichener See, kreuzt sichtbar der Limeswall in einer Senke. Hier wäre auch ein guter Platz für einen Hinweis auf den Limes weil der Wall hier gut zu sehen ist. Der Gleichener See ist ein im 18. Jahrhundert geschaffener See. Er dient den Vögeln als Schutzgebiet. An einer Abzweigung treffen sich Limeswanderweg, Römerstraße und Fürstenweg. Kurz vor dem Forellenhof in Frohnfalls biegt der Limesweg rechts ab steil aufwärts in Richtung Limesstraße, die auf der Höhe bei Neuwirtshaus vorbei führt. Es ging nun ein Stück auf der Landstraße, vorbei an Neuwirtshaus bis zum nächsten Waldrand. Auch hier im Wald ist der Limeswall gut zu sehen, der Wanderweg ist nun nur noch ein Pfad so wie ich es am schönsten finde.
Nach einer kurzen Rast mit Wildsalami aus Pfedelbach, die sehr lecker schmeckte, nahm ich meine Wanderung wieder auf. Eigentlich hatte ich genug, überwand meine Müdigkeit und maschierte weiter. Ich hatte nicht gewusst, daß ich nun durch 4 Schluchten steigen musste. Es folgte nun ein wildromantischer Abschnitt immer am gut sichtbaren Wall entlang. Es ging abwärts in die erste Schlucht, da es matschig war wurde es auch rutschig und in diesen Matsch zu fallen, wollte ich nun wirklich nicht. Über den kleinen Bach führte eine Eisenbrücke, hinauf durch kleine Tannen und hinunter in die nächste Schlucht in der umgefallene Bäume kreuz und quer lagen. Wie haben die Römer diese Schluchten überwacht? Der Wall führt nicht ganz hinunter oder ist schon aufgelöst nach diesen vielen Jahren.
Nach einer kleineren Senke ging es dann hinunter in die tiefste Schlucht. Auf der Südseite erleichterte eine lange Treppe die steil nach oben führt den Aufstieg. Warum haben die Römer hier nicht die Höhe benutzt , um ihren Limes zu bauen, dort wo jetzt die Kreisstraße nach Mainhardt verläuft. Aber vielleicht haben sie schon an uns Wanderer gedacht, ein bisschen Abwechslung kann uns nicht schaden. Schön auch zu lesen an der Südseite, daß es jetzt steil wird, doch wer vom Norden kommt wird nicht gewarnt. Der Pfad verließ nun den Wald, vorbei an einem großen Anwesen sah ich nun den hölzernen römischen Wachturm. Da hier eine Anbindung zur Landstraße ist, beendete ich für heute meine Etappe. Eigentlich wollte ich auf der Landstraße zurück gehen, bin dann aber doch wieder durch die Schluchten zurück gegangen.







Wieder in Harsberg angekommen kehrte ich ein in der Gaststätte zum Löwen und wurde dort bestens mit einer Platte Rauchfleisch verwöhnt. Bei uns heißt das Schinken oder Schinkenspeck und es hat köstlich geschmeckt!!!!















Schloß zu Pfedelbach












Limes, von Baierbach zum Limesturm vor Gailsbach auf einer größeren Karte anzeigen

Donnerstag, 10. September 2009

35. Limes-Etappe, vom Pfahldöbel nach Baierbach

04.09.09

An diesem Morgen war das Wetter vielversprechend, wie gemacht zum Wandern. Sonnenschein und weiße Wolken und blauer Himmel. Auf dem Pfahldöbel, der Wall ist hier gut erhalten, läuft man ein kurzes Stück im Wald, um dann die Kreisstraße nach Westerbach zu überqueren. Bis nach Öhringen wanderte ich nun zwischen Maisfeldern, abgeernteten Feldern und Obstbäumen südwärts. Von dieser Hochebene kann man die Berge des Schwäbisch - Fränkischen Waldes sehen und da muss ich hinauf. In einer Senke liegt der Ort Westerbach. Dort in den Feldern war ein Kleinkastell, das nicht mehr vorhanden ist. Hinunter ging es nun an Obstplantagen vorbei. Die Autobahn nach Nürnberg machte ganz schön viel Lärm. Öhringen liegt ein wenig höher als die Autobahn an dieser Stelle, so haben die Anwohner hoffentlich nicht so viel Lärm zu ertragen. Nach dem Bach hinauf nach Öhringen und weiter zum Bahnhof. An der Rückseite des Bahnhofs hält man sich rechts und unterquert die Schienen in einer Fußgängerunterführung. Gleich auf der anderen Seite ist eine große Informationstafel über die Römer in Öhringen. Die Information steht am Römerbad. In Öhringen waren 2 Kastelle. Ich hielt mich hier nicht an den Limesweg sondern bummelte durch die Altstadt, über den Marktplatz durch das Schloss, quer durch den schönen Schlosspark, vorbei an den Tiergehegen, um am Ende des Parkes wieder auf den Limesweg zu treffen.
Auf dem Nußbaumweg wanderte ich nun im sanften Bogen aus Öhringen hinaus, es ging wieder bergauf und es öffnete sich eine Gegend voller Obstanbau. Ich habe noch nie soviel Zwetschgen (oder sind es Pflaumen?) gesehen. Die meisten Bäume werden wohl gar nicht mehr geerntet werden. Vor Baierbach liegt direkt auf dem Limes ein kleiner Friedhof, es ist wohl der Friedhof von Oberohm. Vor dem Friedhof steht eine Informationstafel zum Limes.
In Baierbach schwirrten noch Schwalben durch die Luft, ich dachte sie sind schon abgeflogen. Ich habe dieses Jahr sehr wenige Schwalben oder Mauersegler gesehen auf meinen Wanderungen. Unter einem Dach waren Schwalbennester und es guckten zwitschernde Jungschwalben heraus.
In Baierbach gibt es auch noch einen richtigen, großen Misthaufen, das sieht man selten aber den Schwalben scheint es zu gefallen und ich habe auch nichts dagegen. Am Friedhof von Baierbach beendete ich meine Etappe für diesen Tag. Leider wurde das Wetter sehr schlecht und ich musste den Weg zurück zum Pfahldöbel im strömenden Regen zurücklegen, da es nicht zu kalt war war es auch nicht allzu unangenehm. Die Nacht verbrachte ich am Buchhornsee auf einem Campingplatz, der starke Wind in dieser Nacht rüttelte ganz schön an meinem Zelt.










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Sonntag, 6. September 2009

34. Limes-Etappe, von Pfahlbach nach Jagsthausen

19.08.09

Die Nacht verbrachten wir auch auf dem kleinen Campingplatz an der Jagst.
Das wir diesesmal von Süd nach Nord wanderten hatte nur einen logistischen Hintergrund. Wir wollten am Nachmittag das Kloster Schöntal besichtigen. Deshalb hatten wir die Wanderung begrenzt.
Am Parkplatz südlich von Pfahlbach begannen wir unsere heutige Wanderung. Nach einem kurzen Stück auf der kleinen Straße, erreichten wir den kreuzenden Limes. Er ist deutlich zu sehen und eine Informationtafel erklärt diesen Abschnitt. Im Volksmund heißt diese Abschnitt im Wald "Pfahldöbel". Wir marschierten los Richtung Pfahlbach, ein schmaler Pfad direkt auf dem Wall. Bei Austritt aus dem Wald liegt rechter Hand ein Biotop mit Wasserpflanzen und Schilf und Rohrkolben. Auf dem Weg nach Pfahlbach hinein wachsen viele Obstbäume. Die Äpfel waren noch nicht reif. Am Umspannhäuschen liefen wir nach links und schon war unsere Markierung weg. Ein netter Einwohner half uns und zeigte uns den rechten Weg. Wir mussten ein Stück die Kreisstraße entlang, die nach Zweiflingen führt. In Zweiflingen war man nicht im Zweifel ein großes Rathaus zu bauen (keineKritik, nur ein Wortspiel).
Nach 200 m bogen wir ab Richtung Norden. Es ging vorbei an einer großen Obstplantage.
Es ging weiter am Waldrand, ein paarBremsen ärgerten uns, hinein in den Wald und beinahe hätten wir den abzweigenden Pfad verpasst. Man muss doch immer aufpassen, um auf dem Limeswanderweg zu bleiben. Jetzt kam ein fast zugewachsenes Stück. Viele sind hier in der letzten Zeit nicht durchgelaufen. Wir trafen auf einen Hochsitz. Vor dem Hochsitz stand eine kleiner rechteckiger Holzbehälter, gefüllt mit Mais und gesichert mit einem Stein. Wer soll daraus noch Mais entnehmen? Man macht sich ja auch Gedanken über das Gesehene. Vielleicht werden Wildschweine angelockt und der nahe Hochsitz, dazu fällt einem schon was ein. Solche Kästen habe ich schon einmal gesehen in der Nähe vom Kastell Hönehaus.
Wir kreuzten eine Kreisstraße und nun ging es runter zur Kocher auf einem schmalen Pfad, wir kamen zu einem kleinen Abwasserbach man konnte es deutlich riechen, kann mir nicht vorstellen, daß das erwünscht ist? An dem Forstweg nach Sindringen kreuzt der Limes und die Grundmauer eines Römerturmes sind sichtbar. Die Anlage war einmal schön hergerichtet doch nun sieht es so aus als wenn sie vergessen worden ist.
An der Kocher machten wir eine Rast und beobachteten violette, kleine, sehr schöne Libellen. Ich habe sie noch nie gesehen. Auf der Sindringer Seite schwamm ein Mann in den kühlen Fluten. Die Brücken sind hier im Fränkischen(Schwäbischen?) bunt mit Geranien geschmückt. das sieht sehr schön aus, wer gießt sie?
Mein Wanderkamerad zeigte mir noch in der Kocher ein Fundament eines Römerturmes? Auf der westlichen Seite.

Sindringen ist ein hübscher Ort und unser Weg führt mitten durch. Nach Sindringen geht es ordentlich bergan, es war ziemlich heiß!!! Oben angekommen wanderten wir auf einer weiten Hochebene mit leichtem Anstieg nach Norden. Die Kreisstraße nach Edelmannshof ist wohl der höchste Punkt. Man hat von hier einen Panoramablick zur hohen Jagstbrücke der A81.
Wir liefen weiter über die Höhe und durch den Stolzehof, ein Tagungshaus für Gruppen.
Nach dem Stolzehof sahen wir überall Schilder "OX-Bow" .. Das es etwas mit einem Bogen zu tun hat, hatte ich vermutet, nun weiß ich es, es ist ein Parcour für traditionelles Bogenschiessen, Gott sei Dank war kein Schiessbetrieb.
Wir näherten uns Jagsthausen von Osten, erst durch Neubaugebiet und dann an die Jagst. Hier in den Auen sind Gärten und Wiesen. Jagsthausen auf der anderen Seite liegt viel höher und es sieht von dieser Seite immer noch mittelalterlich aus. Über die Brücke erreichten wir unser heutiges Ziel.

Heute haben wir Kocher und Jagst überquert




Die Jagst





Wir machten uns nun auf, um das Kloster Schöntal zu besuchen. Es ist eine wirklich sehenswerte große Anlage. Hier sind Bilder vom Kloster Schöntal:






































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Donnerstag, 3. September 2009

33. Limes-Etappe, von Bofsheim nach Jagsthausen

18.08.09

Der Limes-Wanderweg verläuft auf vom Ortseingang von Bofsheim bis zum Ortsausgang auf der Haupstrasse. In Bofsheim steht ein altes Herrenhaus und auch andere schöne Fachwerkhäuser sind zu sehen. Mittlerweile bin ich auf dem Limesteil der von südlich von Walldürn bis nach Welzheim schnurgerade nach Süden verläuft. Es wird als eine Meisterleistung der Vermessung der Römer beschrieben. Der Limeswanderweg windet sich wie eine Schlange um den geraden Limesabschnitt herum. Unser Weg führt nun aus dem Madonnenländchen hinüber in das Hohenloher Land: http://www.hohenlohe.de/showpage.php?SiteID=6

Im Forst nach Bofsheim, dem Barnholz, sahen wir 2 sich prügelnde Hasen. Sie hauten heftig aufeinander ein, dabei stehend auf den Hinterläufen. Wir konnten sie durch unseres Erscheinen besänftigen und sie verschwanden im Dickicht.
Hier im Wald wurden auch die Grundmauern eines Wachturmes restauriert und es sindReste eines Nebengebäudes zu sehen. Auf dem Weg nach Osterburken stehen viele Obstbäume, leider waren auch die Zwetschgen noch nicht reif.
Bevor wir nach Osterburken hinabgingen sahen wir die andere Seite, da mussten wir wieder hinauf. Da es sehr heiß war und wir das Schild Eisdiele sahen, waren wir uns einig, ein Eis muss her sonst können wir uns nicht konzentrieren auf die römischen Altertümer hier im Ort.
Wir bewunderten die moderne Kirche aus Beton, waren uns aber nicht einig, ob sie so hier auf diesen eigentlich schönen Platz passt.
Wir hatten beschlossen, das Römermuseum heute nicht zu besichtigen und gingen weiter zum großen Kastell. Ein römischer Soldat und ein römischer Bürger (?) informierte eine Gruppe Kinder über das römische Leben. Er war in voller Ausrüstung und da es sehr heiß war musste er ordentlich schwitzen. Als die Kinder weiterzogen sagte ich zu einem Jungen:" Du hast dein Schwert vergessen". Es lag auf der Bank. Der römische Wachtposten war nun wieder hellwach und nahm sich sein Schwert wieder. Ganz schön nachlässig, die Römer.
Die Kastellanlage ist wirklich sehenwert und ein richtiges prächtiges Altertum. Mich stört nur das alte Kriegerdenkmal oben im Kastell, ein solches Heldendenkmal hat in dieser historischen Anlage nichts zu suchen.
Es ging weiter am Kastell vorbei aufwärts, auf der Höhe hat man einen weiten Rundblick. Die Künstlerin Veronika Rettich hat hier die Landschaft eingeklammert. Die elegante Skulptur wirkt auch sehr schön wenn man sie nicht als Klammer betrachtet. Neben der Kunst steht ein Stück Palisade mit Wall und Graben. Weiter ging es vorbei an einem Reiterhofmit vielen Pferden, wir fragten uns ob es so viele Mädchen hier in Osterburken gibt. Zu erwähnen ist an dieser Stelle noch der Histotainment Park Adventon. Eine Art Rollenspiel, Aufbau einer Mittelalterischen Stadt: http://www.adventon.de
Nun wechselten sichLandwirtschaft und Forst ab. Wir trafen noch auf ein weiteres Kunstwerk
" Waldstück" von Manuela Tirler.
Nach Unterquerung der Autobahn A81 nahmen wir den 3. Abschnitt in Angriff. Unser Körper rief nach einer Rast! An einer gemähten Wiese, es roch herrlich nach Heu, machten wir eine Ausgiebige Rast. Mitten auf der Wiese überraschte uns eine kleine Windhose. Nach unserer Rast ging es hinunter und wieder herauf an Weigental vorbei, nur Weigental liegt auf der Höhe?
Durch Maisfelder, zum Teil schlecht markiert, ging es hinunter nach Unterkessach. Im Tal angekommen, es war bis hierher ein angenehmes Wandern, forderte uns der 4. Abschnitt, nämlich hinüber nach Jagsthausen, noch einmal alles ab.
Die Höhe hinauf über derJagst, aber man konnte nichts sehen vom Tal. Durch den Weiler Leuterstal über die Kreisstraße und vorbei am Forst. Endlich sahen wir die ersten Häuser von Rappen. Nun ging es steil den Berg hinab nach Jagsthausen. Wir waren 26 Km gewandert und das war auch genug für diesen Tag. Wir hatten uns auf dem kleinen Campingplatz inOlnhausen einquatiert. Der Campingplatz liegt an der Jagst an einer aufgestauten Stelle und wird betrieben vom Heilbronner Campingverein. Nach einem Bad in der Jagst mit ein paar Enten war ich sehr erfrischt. Am Abend machten wir noch einen kleinen Bummel durch Jagsthausen und stillten unseren Hunger in dem romantischen Biergarten des roten Schlosses mit Holzfeuer im Hof.














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