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Samstag, 24. April 2010

3. Limes-Etappe, vom Zoo Neuwied nach Melsbach, Ruine der Kreuzkirche

Datum: 27.09.08

Es war ein schöner Tag zum Wandern. Der Limes verläuft auf der Höhe, also mussten wir am Zoo von Neuwied hinauf zum Höhenzug. An diesem Tag begleitete mich mein Sohn und wir hatten eine interessante Wanderung vor uns. Auf der Höhe angekommen trafen wir auf den Limeswanderweg (und auch Keltenweg). Unten am Zoo vorbei verläuft der Rheinsteig, diesen sollten wir an diesen Tag noch öfters treffen.

Der Wanderweg führt nun eine lange Zeit am Limeswall entlang. Laut Karte wurde dieses Gebiet schon sehr früh besiedelt, viele Hügelgräber liegen hier im Wald. Am südlichen Rand des Golfplatzes ist eine vorgeschichtliche Befestigung. Für den Golfplatz hat man hier eine Menge Wald geopfert, sinnloser geht es nicht mehr. Beim erreichen des Golfplatzes kann man direkt am Limes entlang laufen und trifft danach wieder auf die Forststrasse, die mit dem Limesturm gekennzeichnet ist.

Die Grundmauern eines Römerturmes sind gut sichtbar.



Nach einer Weile kamen wir zum Kleinkastell Anhausen. Dieses wurde gerade renoviert und die Infotafel ist sehr aufschlussreich.






Nun ging es weiter steil begab zur Landstraße L258. Diese ist sehr kurvenreich und wir hörten das Dröhnen der Motorräder, es ist wohl ein beliebte Rennstrecke. Nach überqueren der Landstraße vereinte sich Limeswanderweg und Rheinsteig. Der Limes selbst ist an der Stelle weiter nördlich. Wir stiegen hinab Richtung Oberbieber und machten am Waldrand eine Rast. Ein Kleintraktor brachte Getränke zu dem Platz. Vielleicht versorgte er eine Wandergruppe?

Wir folgten nach der Rast einem falschen Weg und gingen in das Aubachtal zur Abstmühle. Hier waren viele Pferdetransportwagen, ein Turnier wurde wohl an diesem Tag ausgetragen. Wir gingen nun weiter am Bach entlang, um in Oberbieber wieder auf unseren Wanderweg zu treffen. Wir durchquerten den Ort und trafen am nördlichen Rand wieder auf den Limes, der hier aber nicht zu sehen ist. Den Turm auf dem Wingertsberg haben wir irgendwie verpasst.


Weiter gingen wir nun nordwestlich Richtung Melsbach. Wir unterquerten die Bundesstrasse B256, fanden im Wald eine Menge Pilze (Champignons, was eine gute Mahlzeit zu Hause ergab). Vor Melsbach viele Apfelbäume mit den unterschiedlichsten Sorten, die Äpfel leuchteten in der Sonne.

In Melsbach beendeten wir diese Etappe und traten den Rückweg an.


Wir wanderten zurück über Oberbieber und folgten dann dem Rheinsteig, um zurück zum Zoo von Neuwied zu kommen. Die Aussichten auf den Rhein hier sind wunderbar und im Wald sieht man viele Schlingpflanzen an den Bäumen hängen, wie in einem Dschungel.

Auf dem Rheinsteig sind viele Wanderer unterwegs, auf dem Limeswanderweg wandert man meistens allein.

Fliegenpilz und Äpfel vor Melsbach




3. Etappe Limes, von Melsbach zum Zoo von Neuwied. auf einer größeren Karte anzeigen

Dienstag, 20. April 2010

2. Limes-Etappe von Melsbach Ruine Kreuzkirche zur Christianhütte im Märkerwald (Durch den Rhein Westerwald)

Datum: 25.10.08

So ganz klar war mir der weitere Verlauf des Limesweges ab der Ruine in Melsbach nicht. Irgendwie habe ich den Weg dann hinter dem Sportplatz aufgespürt, hatte ich nicht aufgepasst oder ist der Weg hier schlecht markiert?
Die Ruine der Kreuzkirche stammt aus dem 14. Jahrhundert.
Über Felder erreicht man dann schnell das Kastell Niederbieber. Die Mauern sind schön zu sehen. Es ist eine imposante Anlage und ruft zum Verweilen auf. Das Kastell ist von einem Neubaugebiet umschlungen. Nicht jeder wohnt in römischer Nachbarschaft.
Weiter ging es hinunter zur Wied, Bach oder Fluss? Auf der Wiese vor der Brücke ist Erdgeschichte zu erforschen, die Erdzeituhr führt einen in die Entwicklung der Erdgeschichte ein. 4,5 Milliarden Jahre dargestellt in 24 Stunden. Der Künstler Adolf Hörcher aus Höhr-Grenzhausen hat die Erdzeituhr geschaffen.
Es ist immer erstaunlich wie ruhig es in den Straßen der Ortschafften ist, die ich durchquere.
Nach Überquerung der Straße, die zum Schloss Monrepos verläuft, muss man eine schmale Treppe hinaufgehen. Oben angelangt folgt man der Landstrasse nach Rodenbach. Weiter unten im Ort nach einer Kurve trifft der Limeswanderweg auf einen Zuweg zum Rheinsteig. Es ging wieder hinauf, diesmal konnte man auf der Höhe den Rhein und Andernach sehen. In Andernach, auf der anderen Seite des Rheines, liegt ein römisches Kastell. Auf den Wiesen übte ein Drachenflieger, der Flug dauerte jeweils nur Sekunden deshalb war der Absturz nicht so dramatisch, ich musste nicht rettend einschreiten. Dabei bin ich wieder einmal falsch gelaufen. Über Felder erreichte ich meinen Weg, Glück gehabt. Es ging weiter am Waldrand von Feldkirchen, hier bog auch der Rheinsteig ab hinunter zum Rhein. Nach dem Gebranntehof ging es hinein in einen Buchenwald mit hohem Bestand, vorbei an einem Forsthaus. Der Wall ist immer wieder erkennbar, in der Nähe der Christianhütte musste ich einen Umweg machen da der Wanderweg durch Windbruch nicht passierbar war. An der Hütte wurde gerade aufgeräumt, am nächsten Tag sollte hier ein Jägerfest stattfinden.

Hier beendete ich für diesen Tag meine Wanderung. Mein Rückweg erfolgte über das archäologische Museum Monrepos, ein wirklich sehenswertes Museum, nach der Besichtigung ging es weiter vorbei am Mammutbaum nach Altwied. Altstadt- und Burgbesichtigung. Dann hinauf nach Melsbach und wieder war ein interessanter Tag zu Ende.

Die Wied






Burg Altenwied

Sonntag, 4. April 2010

1. Limes – Etappe, von Rheinbrohl zur Christianhütte im Märkerwald

04.04.10

Meine Limeswanderung begann an der Saalburg, ich wollte zu dem Zeitpunkt eigentlich nur im Taunus wandern. Da der Wanderweg an der Saalburg vorbei führt und ich auch an der römischen Geschichte interessiert bin startete ich in Richtung Westen. Nach den ersten Etappen durch den Taunus entschied ich mich bis zum Rhein zu wandern, nachdem das geschafft war wollte ich den ganzen Limes erwandern. Ich will damit sagen, daß ich nicht vom Rhein aus gestartet bin, ich aber meine Beiträge nummeriere vom Beginn des Limes in Rheinbrohl bis hoffentlich an die Donau.

26.10.08 Tag der Wanderung

Startpunkt war für mich in Rheinbrohl an der Fähre am Rheinufer in der Nähe des Römerturmes. Laut Wanderkarte beginnt der Wanderweg am Bahnhof. Auf der gegenüber liegenden Rheinseite grüßt Burg Rheineck hiüber.

Der Beginn der Wanderung ist zum Laufen etwas unfreundlich, Überquerung der Kreisstrasse, Umrundung des Sportplatzes und Überquerung Der Bundesstrasse 42. Der Markierung folgen bis zum Arienheller Sprudel. Hier in der Nähe wurde das Limes-Zentrum eröffnet, was ich auf dem Rückweg besuchen werde.Nun ging es hinein in den Rhein Westerwald und immer stetig bergauf.Zuerst durch einen tiefen Hohlweg dann über Wiesen, vorbei an einem Bauerhof, Dielsberg. Weiter oben haben Wildschweine den Boden unter Apfelbäumen verwüstet. Wieder hinein in den Wald bis zum Wachturm 1/8.An diesem Wachturm sind gerade Grabungen vorgenommen worden und Teile der Grundmauern waren abgedeckt. Hier steht nun auch eine neue Schutz- und Informationshütte mit weitem Blick in das Tal. Das ist eine gute Verbindung, eine Schutzhütte hätte ich schon öfters gut gebrauchen können. Weiter ging es steil hinauf zum Holzturm auf dem Beulenberg.

Nach dem Jagdhaus Wilhelmsruh trifft der Limeswanderweg auf den Limes-Fahrradweg. Die Straße ist ab hier asphaltiert und führt zu demWeiherhof. Die Straße ist nicht stark befahren und vom Limes sieht man auf der Höhe nichts mehr. Hier auf der Höhe ist Weideland und erst nach dem Hof geht es wieder in den Wald. An der Abzweigung zum Forsthof fehlt ein Hinweis für Wanderer, wie weit es noch bis zum Forsthof ist, es ist gut das ich nicht Einkehren wollte. Nach dieser Abzweigung führt ein schmaler Pfad in den Wald hinein zum Kleinkastell am Forsthofweg. Diesen Pfad sollte man nehmen, zumal vorher ziemlich lange auf Asphalt zu laufen ist. Die Forststraße macht einen Bogen um das Kleinkastell. Wenn man die Forststraße wieder erreicht ist der Asphalt nicht mehr vorhanden. Bis zur Christianshütte war es nicht mehr weit. Hier feierte gerade die Jägerschaft aus der Umgebung.

Hier kehrte ich um, da ich in Rheinbrohl noch das neue Museum besuchen wollte. Auf dem Rückweg traf ich noch einen älteren Herrn der jeden Tag hier im Wald seine Wanderungen unternimmt, er ist über 80 Jahre alt und kommt aus Rheinbrohl. Hier jeden Tag den Berg hinaufzulaufen, verdient Beachtung und Bewunderung.

Internetseite Römerwelten Rheinbrohl:http://www.roemer-welt.de/

Das Museum ist ein guter Einstieg wenn man auf dem Limes wandern will und hier in Rheinbrohl beginnt.
Ausführliche Beschreibung des Limesverlaufes. Die besonderheiten der Region, schöne Schautafeln.
Es werden zahlreiche Veranstaltungen angeboten.


Limes, von Rheinbrohl bis Melsbach auf einer größeren Karte anzeigen