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Montag, 13. August 2012

Keltenrundweg Heidetränk-Oppidum bei Oberursel Taunus

29.04. 12

Bilder sind  zu sehen unter:
 http://s366640027.website-start.de/die-kelten-in-hessen/heidetränke-oppidum-taunus/

Das hier rechts von der Straße hinauf zum Feldberg, nahe der Straßenbahn, Endstation Hohemark, eine Keltensiedlung ist, habe ich erst jetzt richtig wahrgenommen. Wie oft bin ich hier schon vorbeigefahren, nun wurde es Zeit einmal nachzuschauen. Der Parkplatz am Taunus Informationscenter war schon belegt. Von hier starten viele Wanderer und Moutainbiker hinauf in den Taunus. Man findet am Wochenende auch einen Parkplatz neben der Straßenbahn.
Neben dem Touristencenter steht schon die erste Informationstafel über die Kelten. Im Touristencenter ist eine Rundwegkarte kostenfrei zu erhalten, sie ist sehr informativ.
Neben einigen Schautafeln stehen Baumstämme in der Erde und in Augenhöhe kann man durch ein Objektive sehen und sieht zum  Beispiel ein Keltengrab. Neben den Schautafeln sind auch praktische Dinge aufgebaut, zum Beispiel das Fundament einer Ringmauer. Den Rundweg erreicht man über die kleine Brücke, die über die Straße zum Feldberg führt. Der  Rundwanderweg ist gut markiert und hat einige Steigungen zu bieten aber nachdem ich gesehen habe wie ein älteres Ehepaar diese Steigungen genommen hat, müsste es fast jeder schaffen, die Schautafeln geben einem immer wieder die Pausen zum Verschnaufen. Weiter oben tauchen dann die ersten Wälle auf, es ist aber doch schwer die Wallreste richtig zu zuordnen. Das Zangentor habe ich erst bei meinem 2. Besuch erkannt. Bevor man zum Verbrennungsplatz kommt, liegt rechter Hand im Wald der Goldgrubenfelsen, ein wildromantischer Ort. Nach dem Verbrennungsplatz, man nimmt an , dass an dieser Stelle die Verstorbenen verbrannt wurden an Hand der Funde, kommt ein Durchgang durch die Ringwälle. Hier oben sind die Wälle deutlich zu erkennen. Der Weg verläuft nun auf der Höhe und Ringwälle sind deutlich zu erkennen. Es ist aber schwer sich vorzustellen wie diese Wälle  ein Areal umschlossen hatten. An der nördlichen Seite geht es wieder hinunter, immer begleitet von Informationstafeln, die sehr interessant sind. Im unteren Teil müssen viele Häuser der Kelten gestanden haben, ein Musterhaus ist auch zu sehen. Trotzdem lagen die Häuser beachtlich hoch über dem Urselbach. Das muss eine harte Arbeit gewesen sein, das Wasser hier hinaufzuschaffen für so viele Menschen. Fundstücke von hier sind zu sehen im Museum in Oberursel.
 Ich wollte noch auf die Altenhöfe, wobei ich nicht weiß, ist damit der Berg gemeint oder die Anlage der Kelten. Ich hatte es mir einfach vorgestellt, die Straße zu überqueren über den Bach und dann hinauf auf den Berg. Aber erst einmal musste ich über die Leitplanke steigen, dann einen Steilen Abhang hinunter rutschen und alles nur weil ich nicht zurück zur Hohenmark laufen wollte, um dann auf der anderen Seite sich diesem Berg zu nähern. Ja und der Bach war breiter als ich dachte und nasse Füße wollte ich auch nicht haben. Der Urselbach ist hier ein romantischer Bach inmitten von Erlen und anderem Gesträuch. Ein Stück den Bach entlang und ich fand eine Stelle mit Hölzern die quer im Bach lagen. Ich wagte den Übergang, sehr wackelig aber es gelang.
 Der Weg auf der westlichen Seite des Urselbaches ist auch ein Teil eines Mühlenwanderweges hinunter durch Oberursel zur Nidda.
 Ich ging an einem Mühlenkanal entlang dem Steilhang zu. Ein Pfad mit einem roten Punkt führte hinauf in den Wald, dieser rote Punkt Wanderweg ist auf meiner Wanderkarte östlich der Straße im Wald, nur nicht hier. Aber der Pfad führt nach oben. Ein Steinbruch kam in Sicht  und ich umging ihn auf einer Mountainbiker Spur. Ziemlich steil hinauf und meine Betriebstemperatur fuhr hinauf zum Anschlag. Am nächsten Querweg sah ich weiter oben lauter Felsbrocken im Hang liegen und ich dachte es könnten Teile einer eingestürzten Mauer sein. Also verließ ich wieder den Weg und kletterte durch das Felsenmeer in Gedanken bei den Kelten angekommen zu sein. Es ging steiler hinauf als es aussah und als ich am tiefsten schnaufte erreichte mich ein Handyruf. Ich gab einen kurzen Schnaufer in das Telefon und meine Bekannte fragte mich "ob es mir nicht gut ginge", "doch es geht mir bestens, muss nur aufpassen, dass ich mir nicht ein Bein breche zwischen den Felsen".
Es war wirklich ein Anruf zur unpassenden Zeit. Es gelang mir doch tatsächlich hinauf zu kommen auf den obersten Querweg.  Hier hatte ich eine schöne Aussicht auf den Berg Goldgrube auf der anderen Seite wo ich den Keltenrundweg gegangen war. Ich war sicher an der westlichen Seite der Altenhöfe zu stehen. Das Felsenmeer sah mir zu gewaltig aus, als könnte es eine eingestürzte Mauer sein. Das werde ich versuchen im Museum zu erfahren.  Ich beschloss für diesen Tag meine Wanderung zu beenden, der Berg hatte mich geschafft aber ich weiß jetzt wo ich nächstes mal ansetzen muss.
Meine nächste Wanderung war am 06 05.12, ich hatte mir vorgenommen auf den  Altkönig zu wandern und auf dem Rückweg durch die Keltenanlage auf den Altenhöfen zu gehen.
Die Beschreibung der Wanderung zum Altkönig folgt mit dem nächsten Blog. Hier berichte ich nun nur von den Ringwällen, die den westlichen Teil des Heidetränk-Oppidum bilden.
Die Altenhöfe liegen auf einem vorgeschobenen Plateau, die östliche Seite fällt steil hinunter zum Urselbach. Auf dem Rückweg vom Altkönig habe ich es geschafft direkt auf dieses Plateau zu kommen und bin dann auch direkt  auf den inneren Ring gestoßen. Hier wurde durch Steinhaufen der Verlauf des Walles gekennzeichnet. Wer das gemacht hat ist mir nicht bekannt. Dieser Teil der Anlage liegt völlig ohne Information auf dem Plateau. Ich konnte hier aber die inneren Wälle wie sie auf der Skizze zu sehen sind erkennen, der Steilhang liegt im inneren der großen Umfassungsmauer.


Die Skizze stammt aus Hessen Archäologie;
http://www.google.de/imgres?imgurl=http://www.hessen-archaeologie.de/Kelten-Aktuell/Sehenswertes/----Oberursel/K031.jpg&imgrefurl=http://www.hessen-archaeologie.de/Kelten-Aktuell/Sehenswertes/----Oberursel/----oberursel.html&h=410&w=600&sz=85&tbnid=J_MnLJtTDFyW0M:&tbnh=90&tbnw=132&zoom=1&usg=__ZjOiu4PtH4XCR5FITwRXZ-wO-yw=&docid=C8dn5fJE--hkjM&hl=de&sa=X&ei=o0spUK2yDcvOswbRn4GICQ&ved=0CFcQ9QEwAw&dur=208

Um zu  diesem Teil zu kommen gibt es keine Markierung und man sieht auf der Skizze wie verworren die Waldwege hier sind.
Nachdem ich die Wälle in der Kernanlage abgelaufen bin brachte mich der Mountainbike Pfad wieder hinunter zum Urselbach, ich würde da nicht mit dem Rad hinunter fahren. Es wurden auch noch einige Genickbruch- Schanzen eingebaut. Eigentlich müssten sich hier die Verletzten türmen. Sieht aber wohl doch danach aus, dass sie es schaffen.

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