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Donnerstag, 27. Mai 2010

11. Limes - Etappe, von Kemel nach Holzhausen

Datum: 27.06.08

Unter der Brücke der Bäderstraße setzte ich meine Wanderung fort. Ziel war heute das Kastell Holzhausen. Ich hatte das Kastell vor 10 Jahren schon einmal besucht.
In Kemel sollen 2 Kleinkastelle gewesen sein.
Östlich von Kemel sind große Windräder installiert. Auf den Feldern blühten Kornblumen. Von hier hat man einen weiten Blick bis zum Feldberg im Taunus und man sieht Berge in der Nähe von Gießen. Bei dieser weiten Aussicht, bis zum Taunus, ich bin ja von dort hierher gelaufen, erfreute ich mich daran, daß ich schon so weit gelaufen bin, denn ich bin viele, viele Jahre nicht mehr gewandert.
Der Limesweg verläuft ein Stück entlang der Bäderstraße und biegt dann nach Norden ab. Der Limes liegt ein Stück weiter östlich und berührt den Ortsrand von Huppert. Die Gemeinde hat einen schönen Grillplatz. Der heutige Limesverlauf liegt abseits des Wanderweges, sie treffen erst wieder in der Nähe des Kastells zusammen. Laut Wanderkarte ist der Limes in diesem Abschnitt auch nicht mehr zu sehen. Im Forst waren schwere Maschinen zum Abholzen im Einsatz und die gefällten Bäume lagen am Wegesrand, ein großer LKW fuhr Langholz aus dem Wald. Auf der Weide des Stegerhofes steht ein 800 Jahre alte Eibe. Auf der Weide grasten 3 weiße Pferde. Der rundliche Baum in der Mitte ist die Eibe. Ab nun wanderte ich nur noch im Wald. Wenn ich nicht ständig auf die Karte schauen und die Markierungen verfolge würde, könnte man sich in diesem Wald schnell verlaufen.



Bald war das Kastell erreicht. Es wurde renoviert und mit Info-Tafeln versehen. Vor 10 Jahren sah es noch nicht so aus. Von dieser Stelle aus konnten die Römer weit nach Nordwesten schauen, vorausgesetzt sie hatten die Bäume gefällt. So konnten sie den Limes bis nach Pohl übersehen. Ich konnte den grauen Kopf sogar von der Höhe bei Dornholzhausen sehen. Nach Besichtigung des Kastells ging ich hinunter zum Parkplatz. Von hier wollte ich dann die nächste Etappe angehen.











Heute lief ich auf der anderen Seite der Bäderstraße zurück nach Kemel. Ich wollte mir die Klosteranlage Gronau ansehen. Zuerst ging es durch die Ortschaften Martenroth und Grebenroth. Dann hinauf zur Kapelle auf den Altenberg, ein ruhiger Flecken. Wieder hinunter zum Kloster. Die Klosteranlage ist in keinem guten Zustand. Die Ortsteile und auch Heidenroth sind sehr alte Gemeinden, ihre ersten Erwähnungen sin aus dem 13. Jahrhundert.
Ich besichtigte noch die Wisperquelle und hier hatte ich eigentlich genug für heute. Meine Füße taten mir richtig weh und ich schlich nur noch den Berg hinauf nach Kemel. Ich fragte mich warum ich mir das eigentlich antue, mit dem Auto wäre es viel bequemer. Doch nach ein paar Tagen habe ich doch wieder Spaß weiter zu wandern.

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