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Donnerstag, 27. Mai 2010

15. Limes - Etappe von Glashütten zum Alteburger Markt

Datum: 05.06. 05

Ich hatte einen wunderschönen Tag erwischt. Mein Startpunkt war am Nordende von Glashütten. Hier kreuzt der Limes die Bundesstraße B8.

Ein Wildkirchbaum mit reifen Früchten verhinderte einen schnellen Aufbruch zur Wanderung. Im Wald ist der Wall gut zu erkennen. Es geht stetig bergab auf schmalem Pfad und über Wurzeln und Stein. Am kleinen Bach angekommen, macht der Weg einen großen Umweg hinunter am Bach entlang und auf der anderen Seite wieder hinauf. Auf der Karte sieht das überflüssig aus aber in der Praxis ist das Gelände sehr morastig und es würden die Sumpfdotterblumen zertrampelt werden. Der Umweg ist wohl doch nötig!

Das Kleinkastell Maisel liegt unter hohen Bäumen gut sichtbar. Eine Info-Tafel ist auch aufgestellt. Das Kastell besteht aus Erdwällen und ist klein, ich kann mir kaum vorstellen, wie viel Soldaten hier Wache halten konnten. Ein Blick zurück nach Glashütten und zum Feldberg signalisiert, es geht voran.






Es geht weiter hinunter, erst durch Wiesen und dann hinein in den Wald.

Der Limes führt weiter Richtung Westen durch hohen Buchenbestand. An einem Waldbach war es sehr matschig, eine Holzbrücke brachte mich hinüber. Es ging nun hinunter zum Dattenbach. Der Limes kreuzt den Bach und führt dann hinauf über den Berg. Der Wanderer wird durch das Bachtal nach Süden geleitet, da es ein sehr schönes Tal ist, genoss ich diesen Umweg, es wurde gerade Gras geschnitten und es duftete durch das ganze Tal. An den Fischteichen geht es wieder nach Norden vorbei an der Schinderhannes Eiche , leider ist dieses Naturdenkmal von einem Sturm zerstört worden, es ist nur noch der Stumpf zu sehen.



Zitat aus webseite: http://www.heftrich-online.de/index.php?option=com_content&view=article&id=53&Itemid=61

Über 300 Jahre alt war die Schinderhannes-Eiche, als sie am 13. April 1975 aus Altersschwäche umstürzte. Sie hieß zunächst Börner-Eiche, da sie an dem Weg nach Born (Schloßborn) stand. Erst nach 1800 erhielt sie den Namen Schinderhannes-Eiche, denn unter ihrer mächtigen Krone schrieb der Schinderhannes 1801 den Erpresserbrief an den Fuchsmüller.
Auch nach dem "Umsturz" sollte die Schinderhannes-Eiche der Nachwelt erhalten bleiben - zumindest in Scheiben. Eine riesige Säge zerschnitt den Stamm mit einem Umfang von 5 Metern, doch am nächsten Morgen fehlten einige Scheiben. Der Schinderhannes konnte es nicht gewesen sein! Den Rest hat die Stadt Idstein in Verwahrung genommen. Eine Scheibe hängt heute im Flur der Willi-Mohr Halle, eine am Ortsausgang, Richtung Idstein und eine Scheibe spendete der Heimat und Verkehrsverein 1999 der Gaststätte "Zum Schinderhannes" in Steinfischbach als Stammtisch. Ende Zitat


Ich bog zu früh ab und überquerte die Landstraße nach Heftrich. Auf den Wiesen vor mir parkten eine Menge Autos, was mich sehr verwunderte. Ein Mann kam mir entgegen mit einer Einkaufstüte. Ich fragte ihn warum hier all die Autos parken und so hörte ich zum ersten Mal vom Alteburger Markt. Der Alteburger Markt soll sehr alt sein und er war früher ein großer Viehmarkt. Die Tradition dieses Marktes soll bis zur Römerzeit zurückreichen. Er findet nur 3 mal im Sommer statt, an einem Donnerstag. Da ich das Alteburger Kastell nicht fand, besuchte ich diesen Markt, er hat mir gut gefallen. Es gibt ein großes Angebot von vielem Nützlichen und auch Unnützlichem. Vom Viehmarkt ist nur noch das Federvieh übergeblieben. Das Angebot an Speis und Trank ist reichhaltig und eine Blaskapelle rundet alles ab.

Der Markt war gut besucht. Nach dem ich mich mit Speis und Trank gestärkt hatte, studierte ich noch einmal die Karte und stellte fest, daß sich das Kastell unmittelbar am Rand dieses Marktes befand. Es ist nichts mehr zu sehen von diesem Kastell. Den Rückweg nahm ich über Kröftel, der Marsch durch das obere Dattenbachtal hat mir gut gefallen. Am Dattenbach kühlte ich meine Füße, tat mir gut:



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