04.06.10
An diesem

Freitag schien die Sonne, was für eine Wohlta

t nach dem verregneten Tag gestern.
Die schöne Anlage des Ostkastells zeigte sich von seiner besten Seite. Das imposante
Westtor warf große Schatten . Ein Fotograf mit seinem blonden
Modell nutzte die imposante Kulisse des Kastells für hoffentlich gelungene Aufnahmen. Um alles zu lesen, was an In

formationen hier zusammengetragen wurde, ben

ötigt man schon ein gewisse Zeit. Ein Bronzemodell zeigt anschaulich,
daß hier zwischen den beiden Kastellen ein Stück vom Limes fehlt. Es wird informiert über Funde im Brunnen, Religion, Lagerleben und dem Standort
Welzheim mit 2 Kastellen (nur das Ostkastell ist noch sichtbar).


Nach einem ausgiebigen Rundgang startete ich die heutige Etappe, mir taten noch ein bisschen die Füße weh vom gestrigen Marsch, so
daß ich schon ahnte,
daß es eine kürzere Etappe wird.
Neben dem Kastell liegt eine große Kläranlage, das brachte mich auf den Gedanken, wie hatten die Römer
ihre Hygiene geregelt? Hier an diesem Standort waren doch eine große Anzahl von Leuten wohnhaft und stationiert. I
ch werde versuchen I
nformationen über dieses Thema zu bekommen. Na

ch der Kläranlage folgte ein
großes Anglerareal mit Fischteichen und einem Kampfhund " er kämpft mit seinen Pfunden" stand da zu lesen. Am ersten Bach lief ich links statt rechts, ich war noch vollgestopft mit Informationen des Kastells. Oben an der Straße merkte ich meinen Fehler und kehrte um und zurück über die Holzbrücke der
Lein und ein Stück hinauf dem richtigen Weg folgend. Ein Stück weiter landete ich am
Fridhof von
Welzheim wieder falsch, aber am
Abzweig ist die Markierung so angebracht,
daß man sie sieht wenn man auf der linken Seite des Weges geht, von der rechten Seite aus kann man sie nicht sehen. Ein Stück hinunter auf der Forststraße dann links hinein auf
schmalerem Pfad durch schönen Wald bis zu einem Fischteich. Die Markierung versteckte sich verschämt hinter dem Pfahl. Am südlichen Rand des Fischteiches vorbei und den Hang hinauf. Hier sieht man die Grundmauern des
WP 9/134 - Göckelersturm, ein Rastplatz der langsam wieder
zu wächst, aber Schatten bietet. Es geht weiter den Forstweg, am Waldesrand fand ich die Markierung nicht verständlich, es sah aus als müsste es nun links weitergehen durch die große Wiese, ich sah aber keinen Weg und die Karte ist zu ungenau, um mit Ge

wissheit zu bestimmen wie der Weg verläuft, langes Reden kurzer Sinn ich lief wieder falsch nämlich

geradeaus. An den nächsten Fischteichen kehrte ich um und bewunderte trotzdem die schönen Wiesen in diesem Tal. Dann sah ich eine Familie durch die Wiesen gehen und dachte mir,
daß ist dein Weg. Die Familie bestätigte mir meine Vermutung und warnte mich vor dem glitschigen Steg unten am Bach. Der Weg hinunter zum Bach war so schmal und zugewachsen,
daß ich ihn übersehen hatte, außerdem gehe ich normalerweise nicht durch hochgewachsene Wiesen.
Die Wiese war voller Blumen, Nelken,
Margeritten, Wiesenbocksbart undviele anderen. Den Wiesenboc

ksbart kann man essen, ich sah im Fernsehen eine Kochsendung (schaue ich mir eigentlich nicht an) von einem Koch der bei einem Landwirt Wiesenbocksbart einkaufte. Dieser Landwirt hatte ein ganzes Feld damit bestellt. Ich pflückte mir ein paar zarte Triebe und aß sie roh, sie schmeckten sehr mild. Wildgemüse ist oft sehr bitter aber der Wiesenbocksbart schmeckt gut.
Unten am Bach betrat ich vorsichtig den Steg und die Familie hatte recht, ich wäre wahrscheinlich auf dem Hosenboden gelandet ohne diese Information. Das Holz des
Steges war feucht und eine dünne Lehmschicht machte den Steg zu einer Rutschbahn.
Nun ging es noch ein Stück auf schmalem Pfad durch den Wald. Noch eine Römerturmstelle dann bis zu einem Forstweg. Diesem folgt man nach rechts (westlich) und bei Austritt aus dem Wald trifft man

auf eine künstlich Landschaft, es fehlt nur noch ein
Schloss, die Gebäude vom Golfclub samt Restaurant können das nicht ersetzen. Für einen Golfplatz hat man hier die Landschaft geopfert. Ich kann mir schon vorstellen,
daß manche Leute diesen
kurzgeschorenen Rasen schön finden, ich gehöre nicht dazu.
Der Golfplatz,
GOLF- UND LANDCLUB HAGHOF e.V. erstreckt sich von der Höhe bis hinunter in das Tal. Die Golfer hier liefen noch zu Fuß, sehr lobenswert aber vielleicht ist ein
Caddy auch zu gefährlich, ich stellte mir vor wie ein
Caddy samt Inhalt den Berg hinunter saust. Ein Stück durch den Wald und immer noch Golfplatz. Auf dem Hügel vor mir ließ sich ein Golfer, Typ mittlere Führungskraft, von seiner Begleitung das Eisen reichen. Wichtige Miene, Ball
platzieren, übend durch die Luft hauen, in die Ferne blicken. Dann der gekonnte
Abschlag und nur noch Blick für den Ball und schon lief er hinterher. Die Begleiterin musste sich Ihr Eisen selber aus dem Behälter nehmen, schlug auch ab und durfte dann mit dem Golfschlägern hinterher laufen.
An einem anderen Loch war ein Ball am Waldrand im hohen Gras gelandet, währenddessen lief der Ball eines Anderen im Grün immer am Loch vorbei, mehrmals. Nach dem dritte

n Mal kam Ärger auf und der Golfer stampfte mit dem Fuß auf, das kann ich verstehen. Ich lief weiter zum
Haghof und sah das
Warnschild,
daß ich zügig über den Golfplatz zu gehen habe. Von woher ich kam war kein Schild, schön für mich so konnte ich ein bisschen zugucken. Aber warum soll man nicht stehen bleiben? Ist es den Golfern peinlich was es zu sehen gibt?
Eine Gruppe
Ponies kam mir entgegen mit Kindern die sichtlich Vergnügen hatten.
Nach dem
Hag
hof trifft man auf die Landstraße nach
Pfahlbronn. Nun folgen ein paar Kilometer entlang dieser Landstraße. Es ist kein schönes Wandern da die Straße sehr befahren ist und auch immer wieder laute Motorräder
verbeiknattern. Ein Stück die Straße entlang erreicht man die Stelle an der der 8o Km gerade Limes aufhört, hier war der Wachturm 9/138.
Nach einer Weile biegt der
Wanderweg ab zum Petershaldenhof. Ein Junge kam mir Barfuß entgegen und erklärte mir

, daß es schon prima ginge. Außerdem fragte ich ihn nach dem markanten Bergkegel im Süden. "Es ist der
Hohenstauffen" war seine Antwort. Diesen Berg hatte ich schon einmal von der anderen Seite gesehen, er ist einer von drei markanten Bergen. Ich werde mir diese Berge noch dieses Jahr anschauen, nahm ich mir vor.
Nach dem Petershaldenhof
fehlt die Markierung zum Abbiegen Richtung
Pfahlbronn. Wenn man keine Karte dabei hat könnte es schwierig werden. In
Pfahlbronn angekommen

beendete ich die heutige Etappe da ich ja noch zurück nach
Welzheim wandern
muss. Ich wollte aber nicht den selben Weg zurück gehen. Ich entschied mich den Limesradweg zu nehmen, vorbei an dem
Leinstausee und dem Eisenbachsee. Am
Leinsee saß eine alte Dame im
Elektro-Rollstuhl am See und sang .
Zwischen Leinsee und Eisenbachsee wurde ein Bussard von einem Falken angegriffen, der größere Bussard ergriff die Flucht. Vom Eisenbachsee musste ich weiter auf der Landstraße gehen, wenn 2 Autos kommen wird es für den Fußgänger eng. Vor
Welzheim entdeckte ich den Weg hinunter, den ich am Morgen falsch gelaufen war. Das kürzt den Weg zum Ostkastell sehr ab. Noch einmal durch den Matsch am
Leinbach und hinauf zum Ostk

astell. Hier hat
Welzheim wirklich eine schöne Anlage.
Ich besichtigte noch die Mammutbäume am
Welzheimer Stadtwald, sie haben schon eine beachtliche Höhe. Der Älteste wurde 1866
gepflanzt.
http://www.schwaebisch-sibirien.de/html/wellingtonien.html
In
Welzheim st

ärkte ich mich mit
Kaffee und Kuchen in der Bäckerei Reiner
Doderer und erstand ein köstliches Brot.
Leider war das
Musum geschlossen.
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