Follower

Blog-Archiv

Samstag, 17. Juli 2010

47. Limes - Etappe, von Röhlingen zum Römerturm Mönchsroth



12.07.10

Am Sonntag reiste ich schon an, es war endlich mal die Möglichkeit Rothenburg o.Tauber anzusehen. Das hatte ich immer schon vor doch bin ich nie dazu gekommen. So bin ich einmal um Rothenburg auf der Wehrmauer gelaufen. Es gibt 2 lange Abschnitte die man auf der Mauer laufen kann, den Rest läuft man an der Mauer entlang. Es sind schöne Aussichten auf die Dächer und die Türme der Stadt.

Bevor ich den den Campingplatz am Sonnenbachsee ansteuerte brachte ich mein Rad in Stellung. In der Nähe des Römerturms bei Mönchsroth. Die Etappe sollte auf Grund der großen Hitze nicht so lang werden. Es gibt hier in Pfahlheim 2 Campingplätze. Ich übernachtete auf dem Sonnenhof Campingplatz. Ein erfrischendes Bad im Sonnenbachstausee tat gut nach dem heißen Tag. Der Sonnenbach machte seinem Namen alle Ehre.

Der Wetterbericht verhieß nichts Gutes, es sollte heiß bleiben. Ich stand früh auf trug Sonnenschutz auf, 2,5 l Wasser kamen in den Rucksack und frisches Obst.

Um 8 Uhr startete ich in Röhlingen. Nach Röhlingen interpretierte ich eine Markierung anders als der Markierer und musste nun über den höheren Hügel. Bei diesem Abschnitt stimmen Markierung und Karte nicht überein, ich wählte die Markierung als Wegweiser.







Am Wegesrand vor Pfahlheim schauten 2 Ohren aus dem Gerstenfeld, dann auch 2 Augen, in 2 m Entfernung. Bis ich meine Kamera aus der Tasche hatte, kam schon der Schreck und das Reh war weg. Wir hatten uns aber tief in die Augen geschaut.

Vor Pfahlheim traf ich einen netten Radfahrer, d.h. er erschreckte mich unabsichtlich und wir kamen ins Gespräch. Er erzählte mir, daß früher in den 60igern die Leute Ihre Kachelöfen abgerissen hatten und den Schutt am Limes im Buschel oder Burstel entsorgten (hier ist das Kastell Hahlheim gemeint). Ich hoffe ich habe den Ausdruck Buschel für alte Burg richtig in Erinnerung. Archäologen hatten sich später gefreut römische Kacheln gefunden zu haben. Aber sie haben bestimmt schnell gemerkt, daß die Funde nicht von den Römern stammten.

An der Kirche in Pfahlheim steht eine interessante Informationstafel. Sie informiert über Naturdenkmäler und historische Orte in der Umgebung von Pfahlheim.




http://www.pfahlheim.de/index.php

Die Internetseite von Pfahlheim ist sehr Interessent, ein Link über eine Ausstellung führt zu der Seite :

Pfahlheim: Eine Ausgrabungsruine des 19. Jahrhunderts

Durch diese Seite habe ich auch erfahren, daß ein Stück Mauer in der Kastellstraße zu sehen ist, allerdings erst als ich schon vorbei gewandert war.

So langsam wurde es richtig heiß. Der Limeswanderweg führt Richtung Sonnenbachsee und ein Stück weiter nach den Kreisel auf freier Flur zweigt er rechts ab Richtung Hahlheim.

Der nette Pfahlheimer Radfahrer machte mich Aufmerksam auf die schöne Aussicht auf den Albuch und Lauterburg weiterhin soll bei Freihof der Blick weit nach Bayern hineinreichen.

Die Gegend hier liegt bei 500 m Höhe. Am Waldrand vorbei und dann geht es durch Hahlheim. Unterhalb der Kirche war ein Hund in der starken Sonne an einer Kette angeleint und bellte mich an, er hatte keinerlei Schatten, hoffentlich ist er nicht verdurstet.






Nach Hahlheim geht es wieder hinauf auf eine weite Hochebene, vorbei an einem Wegkreuz. Hinter der Kirche im Wald liegt eine keltische Viereckschanze. Voraus sind Windkrafträder, sie standen still, es war ihnen auch zu heiß. In dieser Gegend fallen die Kirchtürme auf, sie haben ein 6 eckige Form. Pfahlheim, Dalkingen, Hahlheim.

Am Kastell Hahlheim trank ich die erste Flasche leer, dabei belästigten mich Bremsen. Das Kastell liegt über dem Sonnenbach. Es ist nicht viel zu sehen, der Schuttwall ist von Hecken zugewachsen.







Laut der Limeswanderkarte aus Baden Württenberg führt der Wanderweg geradeaus an der Südseite des Kastells weiter, die Markierung führt einen aber hoch zum Rand der Hochebene Richtung Freihof, durch die Empfehlung des Radfahrers wählte ich den Weg zum Freihof. Vom Kastell hinunter in das Sonnenbachtal, der Bach ist zugewachsen. Auf der anderen Seite geht es hinauf auf die Höhe von Birkenzell. Die Kirche sieht man schon von Weitem. Auf der Höhe biegt der Weg nach Osten ab, es geht weiter durch Wiesen. Feldlerchen stiegen auf und ihr Gesang begleitete mich bis zum Freihof. Auf dem Höhenzug ist die Aussicht wirklich ein Erlebnis. Der Hesselberg fiel mir sofort auf, vor dem Hesselberg liegt das Kastell Ruffenhofen, mein Ziel für den nächsten Tag. Hier an der Bergkante ist wohl die Schwäbische Alb zu Ende. Das alte Gebäude vom Freihof ist schon von weitem zu sehen.

Es thront wie eine alte Burg am Bergende. Ein Schild macht darauf Aufmerksam, daß Eltern für ihre Kinder haften. Ich kann mir nicht vorstellen, daß hier viele fremde Kinder spielen. Immerhin, darf der Wanderer und Radfahrer um das Gehöft herum gehen.

Der Wanderweg bleibt an der Bergkante ostwärts. Nach dem Freihof knatterte ein Hubschrauber durch die schöne Ostalb, am Kastell Hahlheim donnerte ein Tornado durch den Luftraum, oh du schöne, idyllische Ostalb. An der Kreuzung der Landstraße nach Stödtlen ist ein schattiger Rastplatz, doch die stechenden Bremsen verjagten mich dort.

Dieser Wanderabschnitt seit Röhlingen ist ohne jeden Schatten und langsam wurde es ordentlich heiß. Die schmale Straße führt weiter bis in die Nähe von Dambach, das unterhalb der Bergkante liegt. Hier oben konnte ich mich versorgen mit süßen Wildkirschen. Sie sind klein schmecken aber sehr gut. Ein Wegkreuz mit Rastplatz und schöner Aussicht laden zum Rasten ein. Auf dem Kreuz steht sinngemäß: „ Auch du Wanderer ( schlechter Mensch, Ungläubiger?) sollst Jesus grüßen“ Was ich dann auch tat.


Die Markierung hinunter nach Dambach wächst langsam zu. Es ging hinunter über gemähte Wiesen, ein Bussard ärgerte sich über mich und flog schimpfend davon.






In Dambach steht ein Schlößchen und es sieht so aus als ist es dem Verfall preisgegeben.









Nach Dambach steht wieder ein Limesstein. Kurz danach biegt der Wanderweg links ab und dann gleich wieder rechts. Ein geteerter Feldweg führt nun Richtung Bayern. Irgendwo im Wald vor mir verläuft die Landesgrenze. An der Kreisstraße nach Mönchsroth liegen Fischteiche, am liebsten hätte ich mich hineingestürzt.

Endlich hatte ich ein bisschen Schatten im Wald. Der Wald ist voller Heidelbeeren oder sagt man hier Blaubeeren. Im Wald pflückte ein Mann aus Baden Württemberg (AA) bayrische Heidelbeeren. Ich probierte auch welche, aber die Geschichten über den Fuchsbandwurm beendeten meinen Appetit. Am Waldrand vor Mönchsroth stand mein Rad im Wald.


Hier am Waldrand steht eine Infotafel über den Limes. Es weist auf den Limesturm von Mönchsroth hin, außerdem erfährt man, daß es nun einen bayrischen Limes gibt. Ich musste erst mal eine Rast im Schatten machen, meine Trinkvorräte waren nun erschöpft.



Den bayrischen Limes werde ich auch noch schaffen.




Hier sieht man das ich bis nach Bayern gelaufen bin, aber eigentlich hat das hier mit Bayern ja nichts zu tun. Es ist Mittelfranken.




Nach einer Regenwanderung habe ich nun auch eine extrem Hitzewanderung, laut Wetterbericht waren es 35 ° C an diesem Tag. Auf der Rückfahrt nach Pfahlheim erfrischte ich mich erst einmal in einer Bäckerei. Am Sonnenbachsee stürzte ich mich in den See und das hat mir sehr gut getan, ich meinte es zischen zu hören als ich ins Wasser ging.



47. Etappe Limes, von Röhlingen zum Turm bei Mönchsroth auf einer größeren Karte anzeigen


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen