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Mittwoch, 22. September 2010

54. Limes - Etappe, von Burgsalach nach Erkertshofen

06.09.10
Die Nacht verbrachte ich auf dem Campingplatz in Kipfenberg, direkt an der Altmühl. Sonnenuntergang, Fledermäuse und klarer Sternhimmel.



Für die heutige Etappe brachte ich mein Rad am Römerturm in Erkertshofen in Stellung.









Es ist immer wieder spannend den Weg zum nächsten Anschluß zu suchen und auch anzukommen. In Burgsalach setzte ich meine Wanderung fort. Am Limesparkplatz von Burgsalach sind die Reste der Mauer deutlich am Feldrand zu erkennen. Es ist nur ein kurzer Augenblick zu gehen und der Limes Holzturm ist erreicht, leider ist der Turm abgeschlossen. Kurz vor dem Holzturm sieht man die Grundmauern eines Römerturmes mit Ansatz der Mauer.




Ein Stück weiter war ein großes Sonnenblumenfeld, zwischen den Sonnenblumen wuchsen Wildblumen, Malven, Mohn, Kornblumen etc. Solche Felder habe ich dann auf dem Weg zur Donau noch öfters gesehen. Bienenweiden?




Der Wanderweg führt eine Weile am Wald entlang und so sah ich einen Pilz , eine Marone, wo eine ist gibt es meistens auch noch mehr. In kurzer Zeit hatte ich eine Portion für den Abend gesammelt. Bei der Suche nach Pilzen bin ich auch durch Zufall an das Kleinkastell gekommen, man sieht deutlich den Wall. Weiter immer am Limes entlang, bei Raitenbuchen wurden Äpfelbäume, noch klein, angepflanzt und auch Walnussbäume. Am Sportplatz machte der Weg einen Knick und danach waren keine Markierungen mehr zu sehen, ohne eine Wanderkarte ist der bayrische Limes nicht zu gehen, es gibt zu viele unklare Stellen. Ich ging durch den Wald und bog dann ab nach St. Egidi. Ein riesiger Hochspannungsmast mit ein paar Häusern.




Der Wanderweg macht hier einen Bogen, um am Waldbolzplatz wieder an den Limes zu stoßen. Laut Karte kann man nun direkt am Limes bis Petersbuch laufen, aber hier im Wald war es nur graue Theorie. Durchs Unterholz und dann ein Waldweg, weiter rechts und dann wieder Markierungen. Am Waldaustritt ist auch der Limesknick, das Kleinkastell in der Nähe habe ich nicht gesehen, obwohl es am Parkplatz beschrieben war, vor lauter Kriechen im Unterholz.





Obwohl die Sonne schien, blies wieder ein kalter unangenehmer Dauerwind. In der Nähe des Limesknick setze ich mich in die Hecke die auf den Limesresten wuchs. Diese Hecke mit Limes geht von hier aus schnurgerade bis Petersbuch. Es könnte sein, daß hier immer wieder Steine aus den Feldern auf beiden Seiten des Limes angeschüttet worden sind. In der Mitte war ein zugewachsener Wall und an den Seiten lagen angeschüttete Steine. Ich vermutete zuerst Steine der umgefallenen Mauer aber ich glaube nun, daß die Steine angeschüttet worden sind. Wärend ich meine Vesper hielt, kam ein Bussard angeflogen und setzte sich 20 m vor mir auf das Feld. Er beobachtete scharf die Umgebung, erst als ein Traktor kam flog er fort. Die Hecke besteht überwiegend aus Haselnußsträuchern, Weißdorn etc. Das ist bestimmt der Lebensraum vieler Kleintiere. Eine schwere Steinplatte wurde durch einen durchgewachsenen Haselnußstrauch angehoben. Es ging nun ca. 3 Km an der Hecke entlang.






An der Straße angelangt wechselt der Limesweg auf die nördliche Seite der Hecke. Hier in der Gegend sind viele Steinbrüche, tiefe Gruben die mit großen Steinquadern abgesichert wurden.




Am Ende der Hecke liegt das große Betriebsgelände einer Schotterfabrik. Es war unglaublich unangenehm an diesem Tag hier vorbei zu gehen. Der Lärm der vorbeifahrenden Lkws und der feine Staub aufgewirbelt durch den Wind beeinträchtigten mich sehr. Ich habe mehrfach die Luft angehalten, um nicht den feinen Staub einatmen zu müssen. Ich war froh an diesem Moloch vorbei zu sein. In Erkertshofen war alles wie gewohnt in den Dörfern hier. Das Schotterwerk ist wohl Segen und Fluch zu gleich.




Nach Erkertshofen tauchte der Römerturm aus Stein gemauert auf. Es ist für mich der schönste Turm hier im südlichen Teil des Limes. Für die Rückfahrt mit dem Rad nach Burgsalach hatte ich Rückenwind, nur ich musste noch einmal Staub am Schotterwerk schlucken.


Am Limes in Raitenbuchen und ein Stück weiter Richtung Burgsalach wurden an diesem Tag 2 offizielle Limes-Informationstafeln aufgestellt. Am Morgen waren sie noch nicht da. Nun sind die Schilder auch vereinzelt in Bayern angekommen.



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