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Dienstag, 4. Oktober 2011

5. Etappe Odenwaldlimes, von Neckarburken nach Wagenschwend

02.10.11

Bilder sind zu sehen in meiner Homepage: http://www.s366640027.website-start.de/

Das schöne Herbstwetter musste noch einmal ausgenutzt werden, um die vorletzte Etappe des Odenwaldlimes zu laufen. In der Broschüre vom Odenwaldclub "Limeswanderwege" ist die Wanderung gut beschrieben. Für jede Etappe ist ein Höhenprofil erstellt. Normalerweise würde ich von Wagenschwend hinunter nach Neckarburken laufen, auf Grund des Höhenprofils entschied ich mich für den umgekehrten Weg. Ich brachte mein Rad in Wagenschwend gegenüber von der Gaststätte " Zum grünen Baum" in Stellung. und fuhr dann hinunter nach Neckarburken mit dem Auto. Unterwegs in den Dörfern wurde in den Kirchen Erntedankfest gefeiert, es herrschte großer Andrang.


Am Kastellbad in Neckarburken parkte ich mein Auto und besichtigte gleich die sehenswerten römischen Ausgrabungen. Es waren 2 Kastelle hier. Das Westkastell ist heute überbaut, nur noch Reste vom Ostkastell und das Bad sind zu sehen. Im Ort ist ein sehenswertes kleines Museum im Fachwerkrathaus zu sehen, allerdings nur an Sonntagen geöffnet. Ich hoffte rechtzeitig zurück zu sein, um es zu besichtigen. Direkt neben dem Museum an der Kirche fand ich auch meine Markierung "L". Nun konnte es los gehen. Hinunter zur Elz und über einen Steinsteg ohne Geländer. Die Elz ist hier ein gemütliche Bach, er kann bestimmt auch im Frühjahr unangenehm werden. Weiter ging es auf der anderen Seite zur S-Bahnstation, über die Gleise und dann rechts hinauf in den Odenwald (Badischen). Die Bäume waren schon gefärbt und das Wetter zeigte sich von der besten Seite. Im Wald war es angenehm frisch und trotz Steigung ging es gut voran. Der Wanderweg macht im Wald ein Z, d.h. einmal rechts herum und dann direkt über den Limeswall links herum. Nun folgt der Pfad eine Weile dem sichtbaren Wall. Von nun an ließ es sich gut gehen auf schmalen Waldpfaden bis hinauf nach Sattelbach, manchmal etwas morastig, querliegende Baumstämme und auch hohes Gras. Ich liebe solche Wege. Nur hier mit dem Rad zurück zu fahren wird nicht gehen. Oben auf der Höhe eine schöne Aussicht über die Hochebene von Sattelbach, viele Häuser mit Solaranlagen und zum Teil sehr große moderne Häuser. Sogar ein moderner Swimmingpool mit Abdeckung ist nun in Sattelbach eingezogen. Entlang des Weges Apfel- Birnen-Walnuss und Zwetschgenbäume. Ich hatte viel zu probieren aber die Äpfel sind dieses Jahr sehr sauer. Manche Birnen schmeckten sehr gut, einige scheußlich. Auf dem Boden schwirrten Wespen und Hornissen herum, zum Teil griffen die Wespen sogar die Hornissen an, es lag soviel Obst herum, daß alle satt werden können. Im nächsten kleinen Weiler sammelte ich einige Walnüsse auf als Reisproviant. Nach dem nächsten kleinen Ort (Alt Sattelbach?) war die Markierung unklar und ich bin an einer Schweinezucht geradeaus gelaufen, ich hatte Glück der Weg endete nach 200 Metern. Also zurück und dann den richtigen Weg. Weiter über die weite Hochebene und dann hinunter ins tiefe Tal des Trienzbach. Unten am Bach führt wieder ein Steinplattensteg über den Bach, was für eine Idylle. Man könnte meinen dies ist der einzige naturbelassene Bach in Deutschland aber oh Illusion. Ein paar hunder Meter Bachaufwärts ist eine große Kläranlge. Nun folgte ein langer Aufstieg hinauf nach Trienz. Eine Frau pflückte eine Brombeere und freute sich, ihr Mann reagierte etwas genervt denn ihm waren die wenigen Brombeeren egal, er wollte weiter. Im Wald bei Trienz traf ich einen älteren Mann, der mir den weiteren Weg erklären wollte, auf meinen Hinweis, daß ich der Markierung "L" folge, ging er nicht ein, er brauchte wohl ein bisschen Unterhaltung, es kam zu meinem Glück eine nette ältere Dame und leistete im Gesellschaft, ich konnte mich nun loseisen und weiter ging es über den Bach, durch den Ort, stetig bergan bis am Waldausgang Robern zu sehen war, sozusagen eine Etage höher. Durch den schönen Ort Robern hindurch, vorbei an der Kirche und Feuerwehr und nun ging es noch einmal weiter bergauf. Belohnt wurde es mit einer schönen Aussicht. An den Feldrändern stehen viele Obstbäume voll mit Obst. Doch nun ging es wieder hinunter, vorbei an einem langsam zu alt werdenden Schild mit Hinweis auf den Limes. Nun ging es steil hinunter, Überquerung der Landstraße nach Robern und weiter hinunter in den Talgrund. Dort liegt das Kastell Robern oder auch Hönenhaus. Ein letztes Zeichen der Römer auf der heutigen Etappe. Über die Wiesen geht es hinauf nach Wagenschwend an der Dorflinde vorbei zum Parkplatz. Es waren laut Broschüre 15,3 Km zu gehen. Die Rückfahrt mit dem Fahrrad ging schnell. Ich nahm die Landstraße durch Fahrenbach und dann hinunter. Am nächsten Parkplatz bog ich in den Wald ab durch ein Naturschutzgebiet mit Wacholder. Der Waldweg ließ sich gut fahren nur an einer Stelle gab es Auswaschungen, die mir beinahe zu einem Sturz verholfen hätten. Ich besuchte noch kurz das Museum in Neckarburken, kurz deswegen weil die Schließung für heute vor der Tür stand. Es ist eine schöne Reiterstatue zu sehen, viele gut gemachte und informative Hinweistafeln. man bekommt einen guten Überblick über das Leben der Römer in dieser Gegend. Schüler haben 2 schöne Modelle gebaut. Einmal den Limes als Pfahlgraben und einmal wie der Limes in Bayern mit Mauer ausgesehen hat.
Nun fehlt mir noch eine Etappe die nach Neckarzimmern führt.

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